Samstag, 4. Juli 2009

DFB-Team beim öffentlichen Training

03.07.2009 19:00 Frauen-Nationalmannschaft

Neid-Team präsentierte sich bei öffentlichem Training

Fan-freundlich: Neid und Team
Fan-freundlich: Neid und Team

Weltmeisterinnen zum Anfassen: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft veranstaltete am Freitag ein öffentliches Training in Bitburg. Das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid präsentierte sich seinen Fans auf der Anlage der Sportschule Bitburg.

Der amtierende Welt- und Europameister bereitet sich derzeit auf die EURO 2009 vor, die vom 23. August bis 10. September in Finnland stattfindet. In der vergangenen Woche hat die DFB-Auswahl den ersten von sechs Lehrgängen absolviert. In Köln wurde ausschließlich an der Athletik gearbeitet. "Wir wollen topfit ins Turnier gehen, wer ins Finale einziehen will, muss innerhalb von zweieinhalb Wochen sechs Spiele bestreiten", erklärt Silvia Neid.

Die DFB-Trainerin hat einen 26-köpfigen vorläufigen Kader nominiert. Nach Finnland wird sie jedoch ein nur 22 Spielerinnen umfassendes Aufgebot mitnehmen können. Wichtige Erkenntnisse für die Zusammenstellung des Teams erhofft sich Silvia Neid nicht nur in den zahlreichen Trainingseinheiten zu sammeln, sondern auch in den drei Länderspielen gegen die Niederlande in Sinsheim (Samstag, 25. Juli, ab 18 Uhr, live in der ARD), gegen Japan in Mannheim (Mittwoch, 29. Juli, ab 16 Uhr, live im ZDF) und gegen Russland in Bochum (Donnerstag, 6. August, ab 17.25 Uhr, live in der ARD).

Steffi Jones in den USA: Teil 3

03.07.2009 08:50 Frauen-WM 2011

Steffi Jones: "Obama ist mein amerikanisches Idol"

Gruppenbild in L.A.: Steffi Jones wurde von US-Sportlerinnen empfangen  © Bongarts/GettyImages
Gruppenbild in L.A.: Steffi Jones wurde von US-Sportlerinnen empfangen

Steffi Jones startete am Donnerstag in Frankfurt eine Blitztour in die USA, mit Los Angeles als erstem Etappenziel. Die Visite in ihrer zweiten Heimat - die OK-Präsidentin besitzt die US-Staatsbürgerschaft und spricht perfekt Englisch - erinnert sie an zwei ihrer größten Erfolge, den Gewinn des WM-Titels 2003 und die US-Meisterschaft mit Washington Freedom im gleichen Jahr.

Im DFB.de-Exklusivinterview mit WM-OK-Redakteur David Noemi beschreibt die 111-malige deutsche Nationalspielerin in Los Angeles ihre Beziehung zu den Vereinigten Staaten und erklärt, was sie an der amerikanischen Kultur am meisten schätzt.

Frage: Was bedeuten Ihnen die USA?

Steffi Jones: Ich habe sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatsangehörigkeit und war früher ein paar Mal in den USA. Zudem habe ich 2002 und 2003 für Washington Freedom in der US Profiliga gespielt. Ich fühle mich mit den USA verbunden, auch wenn ich mich klar als deutsche Staatsbürgerin sehe, denn hier bin ich geboren und aufgewachsen.

Frage: Inwiefern sind Sie von der amerikanischen Kultur geprägt?

Jones: Ich mag den Stil und die Mentalität der Amerikaner. Die Menschen in den USA sind freundlich und offen und gerade, was das Sportliche angeht, wahnsinnig ehrgeizig.

Frage: Haben Sie mal daran gedacht, für das Nationalteam der USA zu spielen?

Jones: Nein. Weil ich in Deutschland groß geworden bin, war für mich immer klar, dass ich für Deutschland spielen will. Dennoch: als ich in den USA für Washington Freedom spielte, habe ich die Nationalhymne mitgesungen, einfach, weil ich mich mit der US-Frauen-Profiliga identifizierte und damit meinen Respekt gegenüber den Amerikanern zeigen wollte.

Frage: Was ist die schönste Erinnerung an Ihre Zeit beim Washington Freedom?

Jones: Die schönste Erinnerung bleibt der Titelgewinn 2003 sowie der erste Tag, als alle meine Mitspielerinnen Spalier standen. Ich wusste, dass das eine Profiliga war und dass dort Mia Hamm und Abby Wambach spielten. Zudem hat mich meine Zeit bei Washington Freedom noch mehr motiviert, meine Vorbildrolle als Sportlerin anzunehmen und mich um hilfsbedürftige Menschen zu kümmern. Auch vom Teamgeist meiner Mitspielerinnen war ich begeistert. Bei den Leistungstests haben die Spielerinnen mit den besten Ergebnissen, diejenigen, die mehr gefordert waren, angefeuert und sind sogar für sie eingesprungen. Das zeigte ganz deutlich, dass der Teamgeist im Vordergrund stand.

Frage: Schauspieler werden im Walk of Fame in Hollywood verewigt, Boxer kommen in die Hall of Fame in Canastota. Jetzt werden Sie in die Hall of Freedom einziehen. Sind Sie aufgeregt?

Jones: Es macht mich sehr stolz. Ich fühle mich wahnsinnig geehrt, denn gerade diese beiden Jahre in Washington waren eine wichtige Zeit in meinem Leben. Ich war fitter als je zuvor. Alles war sehr lehrreich.

Stadion-Guide: Karina Le Blanc zeigt Jones die Arena  © Bongarts/GettyImages
Stadion-Guide: Karina Le Blanc zeigt Jones die Arena

Frage: Wäre für Sie das Spiel Deutschland gegen USA das Traumfinale der WM 2011?

Jones: Ich würde mich freuen, wenn Deutschland im Endspiel steht. Ich bin aber der Meinung, dass die beiden besten Teams sich durchsetzen sollten. Wenn die USA oder irgendeine andere Mannschaft den Einzug ins Finale schafft, würde ich mich ebenso freuen.

Frage: Was erwarten Sie vom Freundschaftsspiel gegen die USA am 29. Oktober in Augsburg?

Jones: Das Spiel ist für das OK eminent wichtig, denn wir werden auch im Herbst den Ticketverkauf starten. Dann wird sich zeigen, wo wir zwei Jahre vor der WM stehen. Sportlich gesehen ist Deutschland gegen die USA ein Klassiker des Frauenfußballs, vergleichbar zu Deutschland gegen Brasilien. Das wird sicherlich ein spannendes Spiel mit einer tollen Kulisse in einem brandneuen Stadion.

Frage: Haben Sie ein amerikanisches Idol?

Jones: Jetzt ist es Barack Obama. Dass es einen farbigen US-Präsidenten gibt, hätte ich mir niemals erträumt. Ich glaube, dass das generell die Welt schon verändert hat.

Steffi Jones in den USA: Teil 2

03.07.2009 08:49 Frauen-WM 2011

Rückkehr ins WM-Stadion von Los Angeles

Treff der Nationen: Steffi Jones mit Spielerinnen von L.A. Sol
Treff der Nationen: Steffi Jones mit Spielerinnen von L.A. Sol

Ein Kreuzbandriss im Gruppenspiel gegen Argentinien verpatzte Steffi Jones 2003 die Teilnahme am WM-Finale. Aufgrund der schweren Knieverletzung verpasste die heutige Präsidentin des WM-Organisationskomitees damals am 12. Oktober 2003 das Endspiel im Home Depot Center-Stadion von Los Angeles gegen Schweden.

Sechs Jahre danach besuchte die OK-Präsidentin, die am Donnerstag in Los Angeles angekommen war, das kalifornische Schmuckkästchen noch einmal. Camile Abily, Aya Miyama und Karina LeBlanc – allesamt Spielerinnen bei Los Angeles Sol, einem Klub der US-Frauen-Profiliga – bereiteten Steffi Jones einen herzlichen Empfang in der „Stadt der Engel“.

„Es ist etwas ganz Besonderes, sechs Jahre nach dem Gewinn der Frauen-WM 2003 als OK-Präsidentin in dieses Stadion zurückzukehren. Das Home Depot Center hat eine große Bedeutung in der Geschichte des deutschen Frauenfußballs“, sagte die OK-Präsidentin.

Abily: "Wir alle möchten 2011 unbedingt dabei sein"

„Steffi ist eine Legende des Frauenfußballs. Sie und die Fans werden die WM 2011 zu einem riesigen Erfolg machen“, erklärte LA Sols kanadische Nationaltorfrau LeBlanc, die Steffi Jones zu einem Rundgang durch das Stadion einlud.

„Die Bilder der WM-Party 2006 in Deutschland haben wir noch im Kopf. Wir alle möchten mit unseren Nationalmannschaften 2011 unbedingt dabei sein“, sagte Frankreichs Nationalspielerin Abily, die mit acht Treffern die Torschützenliste der Liga zusammen mit ihrer prominenten Teamkollegin, der FIFA-Weltfußballerin Marta, anführt.

Miyama: "Spiel in Mannheim ein wichtiger Test für uns"

„Das japanische Frauen-Team hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Ich hoffe, dass wir 2011 ein Wort im Kampf um den Titel mitreden. Das Länderspiel gegen Deutschland am 29. Juli in Mannheim wird auf dem Weg dorthin ein wichtiger Test sein“, ergänzte Miyama, eine japanische Nationalspielerin im Team der Sol.

Der Tabellenführer aus Los Angeles ist der große Favorit auf den Titel der amerikanischen Frauen-Profiliga. Nationalspielerinnen aus sieben Nationen stehen im Kader.

Los Angeles ist die erste Station auf der viertägigen USA-Reise von Steffi Jones. Im Mittelpunkt des Besuchs steht die Aufnahme der OK-Präsidentin in die Hall of Fame ihres ehemaligen Vereins Washington Freedom. Die Zeremonie wird am Sonntag im Maryland Soccer-Plex-Stadion stattfinden.

Donnerstag, 2. Juli 2009

DFB-Frauen lösen Lukas Podolski ab

02.07.2009 16:25 Frauen-Nationalmannschaft DFB.DE EXKLUSIV

Zimmerwechsel: DFB-Frauen lösen Lukas Podolski ab

Fliegender Wechsel: Linda Bresonik (l.) und Simone Laudehr mit "Poldi"  © DFB
Fliegender Wechsel: Linda Bresonik (l.) und Simone Laudehr mit "Poldi"

Der eine ging, die anderen kamen. Während Lukas Podolski mit dem 1. FC Köln die Sportschule Bitburg verließ, bezogen die Spielerinnen der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gerade ihre Zimmer. Dennoch blieb genug Zeit für einen kurzen Plausch. Simone Laudehr und Linda Bresonik trafen den Vize-Europameister direkt vor der Abfahrt.

"Ich wünsche Euch eine gute Vorbereitung und natürlich viel Erfolg bei der EURO in Finnland", sagte Lukas Podolski. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft absolviert in Bitburg ihren zweiten Lehrgang vor der EM-Endrunde vom 23. August bis 10. September in Skandinavien. In der vergangenen Woche fand ein Athletik-Lehrgang in Köln statt. Insgesamt hat DFB-Trainerin Silvia Neid sechs Maßnahmen angesetzt.

Unter anderem bestreitet der amtierende Welt- und Europameister drei Länderspiele während der Vorbereitung auf die EURO 2009. Die DFB-Auswahl trifft dabei am 25. Juli (ab 18 Uhr, live in der ARD) in Sinsheim auf die Niederlande, am 29. Juli (ab 16 Uhr, live im ZDF) in Mannheim auf Japan und am 6. August (ab 17.25 Uhr, live in der ARD) in Bochum auf Russland.

Hoffenheim-Profis unterstützen DFB-Frauen

02.07.2009 09:34 Frauen-Nationalmannschaft

"Wir sind dabei": Hoffenheim-Profis unterstützen DFB-Frauen

Torhüter unter sich: Holl (l.) und Hildebrand  © DFB
Torhüter unter sich: Holl (l.) und Hildebrand

Die Bundesliga-Profis Timo Hildebrand und Matthias Jaissle von 1899 Hoffenheim freuen sich auf das Frauen-Länderspiel zwischen der DFB-Auswahl und den Niederlanden, am 25. Juli (ab 18 Uhr, live in der ARD) in der Rhein-Neckar-Arena Sinsheim.

Den Fußball-Klassiker in ihrem Stadion wollen sich die beiden Profis nicht entgehen lassen. „Ich werde auf jeden Fall dabei sein. Die Region um Sinsheim ist so fußballbegeistert, die Spielerinnen können sich auf eine super Stimmung freuen“, meint Timo Hildebrand, der es sich nicht nehmen ließ, die DFB-Auswahl schon vor dem Anpfiff tatkräftig zu unterstützen.

Unter dem Motto „Wir sind dabei“ wirbt Timo Hildebrand gemeinsam mit Nationaltorfrau Ursula Holl auf einem Plakat für das Frauen-Länderspiel in Sinsheim. Zudem bildet Matthias Jaissle mit WM-Botschafterin Renate Lingor ein zweites prominentes Paar, das auf die Begegnung in der Sinsheimer Arena aufmerksam machen will, die zudem Austragungsort für die FIFA-Frauen-WM 2011 ist.

Vorfreude: Lingor (l.) und Jaissle  © DFB
Vorfreude: Lingor (l.) und Jaissle

Tolle Stimmung ist garantiert

Matthias Jaissle ist davon überzeugt, dass das Länderspiel vor einer WM-reifen Kulisse stattfindet: „Während der gesamten Rückrunde haben wir eine tolle Stimmung in unserer Arena gehabt. Ich bin mir sicher, unsere Fans können sich auf ein weiteres Highlight freuen“.

Die Begegnung gegen die Niederlande bildet den Auftakt für einen Länderspiel-Hattrick der Frauen-Nationalmannschaft. Neben der Partie in Sinsheim tritt das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid am 29. Juli (ab 16 Uhr) in Mannheim gegen Japan und am 6. August (ab 17.25 Uhr) in Bochum gegen Russland an. Die Spiele sind die letzten Tests vor der Europameisterschaft, die vom 23. August bis 10. September in Finnland stattfindet. Die DFB-Auswahl geht als Titelverteidiger in das Turnier.

Die Tickets für den Länderspiel-Hattrick kosten jeweils zwischen fünf und 30 Euro. Karten können online, über die DFB-Ticket-Hotline (Telefon: 0 18 05 / 11 02 01, 0,14 €/min), an allen CTS-Vorverkaufsstellen und in ausgewählten Ticketshops erworben werden.

EM 1989: Teil 6

02.07.2009 08:30 Frauen-Nationalmannschaft DFB.DE SPEZIAL

Silvia Neid: "Dieses Spiel bleibt etwas Unvergessliches"

Triumph vor 20  Jahren: Silvia Neid bei der EM 1989  © Bongarts/GettyImages
Triumph vor 20 Jahren: Silvia Neid bei der EM 1989

Keine andere Frau verkörpert den deutschen Frauenfußball so wie Silvia Neid. Die 45-Jährige gehört der Frauen-Nationalmannschaft seit deren Gründung an. Als Spielerin und Trainerin war sie somit an allen Erfolgen der DFB-Auswahl beteiligt.

Und obwohl Silvia Neid sämtliche Titel gewonnen hat, die es im Frauenfußball zu gewinnen gibt, räumt sie dem Gewinn der Europameisterschaft 1989 einen ganz besonderen Stellenwert ein. „Dieses Spiel bleibt etwas Unvergessliches“, sagt sie über das 4:1 im Finale gegen Norwegen.

Im sechsten und letzten Teil der DFB.de-Serie "20 Jahre Frauen-EM-Titel" lässt die 111-malige Nationalspielerin exakt 20 Jahre nach der Begegnung die Partie noch einmal Revue passieren:

"Keiner hat mit uns gerechnet"

„Ich kann mich noch gut daran erinnern. Damals hatte keiner mit uns gerechnet. Schon der Einzug in die Endrunde wurde als Überraschung gewertet. An ihr nahmen seinerzeit nur vier Teams teil.

Der DFB richtete das Turnier aus. Unser Halbfinale wurde in Siegen angesetzt. Ausgerechnet gegen Italien. Das Spiel war an Dramatik nicht zu überbieten. Und weil es auch noch live im Fernsehen gezeigt wurde, hat es wohl einige Fans inspiriert und motiviert, sich das Finale in Osnabrück anzuschauen.

"Wir hatten kein Lampenfieber und keinen Bammel"

Schon als wir im Stadion ankamen, konnten wir ahnen, wie gut das Spiel besucht sein würde. Als wir uns dann warm gemacht haben, kamen immer wieder Durchsagen vom Stadionsprecher, dass die Zuschauer in den Rängen durchrücken sollten, damit alle Platz finden. Wie mir später erzählt wurde, hatten zahlreiche Fans kein Ticket mehr erhalten und konnten das Spiel nicht im Stadion verfolgen.

Ich war damals Spielführerin. Ich weiß noch, dass ich mich unheimlich auf das Finale gefreut hatte. Ich hatte auch das Gefühl, dass es in unserer Mannschaft allen so ging. Wir hatten kein Lampenfieber und auch keinen Bammel. Uns zeichnete ein absolut guter Teamgeist aus. Wir hatten uns daher vorgenommen, in diesem Endspiel alles zu geben und es einfach nur zu genießen.

Kaum zu stoppen: Silvia Neid glänzte mit Technik und Torgefahr  © Bongarts/GettyImages
Kaum zu stoppen: Silvia Neid glänzte mit Technik und Torgefahr

"Von Trainern optimal eingestellt"

Diese Form von Unbekümmertheit war meiner Meinung nach auch ein Faktor, warum wir das Spiel für uns entscheiden konnten. Dazu kam natürlich die tolle Unterstützung der Fans im Stadion, die uns wahrlich beflügelt hat. Und außerdem hatte uns das Trainer-Team um Gero Bisanz und Tina Theune optimal eingestellt.

Uschi Lohn hatte uns schon in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung gebracht. Und so wie das Spiel lief, war ich mir nach dem zweiten Treffer sicher, dass wir an diesem Tag gewinnen. Wir wussten zwar, dass Norwegen ein ganz starkes Team und in Heidi Store oder Linda Medalen hervorragende Individualistinnen besaß, aber wir waren an diesem Tag zu gut. Selbst der Anschlusstreffer zum 1:3 brachte uns nicht aus dem Konzept. Angelika Fehrmann macht mit ihrem Tor zum 4:1 alles klar.

"Ich habe eine ganz dicke Gänsehaut bekommen"

Anschließend durfte ich als Erste den Pokal halten. Ich weiß gar nicht mehr, von wem ich ihn überreicht bekam. Aber das war auch egal. Im aufbrandenden Jubel der Zuschauer so eine Trophäe in die Luft zu stemmen, ist etwas ganz Besonderes. Ich habe zumindest eine ganz dicke Gänsehaut bekommen.

Aber nicht nur die Erinnerung an das Spiel ist hängen geblieben. Ich glaube, dieser erste Titel hat dem deutschen Frauenfußball einen ersten Entwicklungsschub gegeben. Uns wurde von sehr vielen Seiten Respekt gezollt. Vom DFB bis hin zu den Fans. Von da an ging es immer weiter bergauf.“

Mittwoch, 1. Juli 2009

Sandra Minnert im Vorstand des SC Bad Neuenahr

01.07.2009 15:29 Frauen-Bundesliga

Minnert im Vorstand des SC Bad Neuenahr

Aufgerückt: Weltmeisterin Sandra Minnert  © Bongarts/GettyImages
Aufgerückt: Weltmeisterin Sandra Minnert

Sandra Minnert gehört beim Frauen-Bundesligisten SC Bad Neuenahr ab sofort zum Vorstand. Die zweimalige Weltmeisterin und Botschafterin der Frauen-WM 2011 tritt die Nachfolge von Bettina Hein im Amt der "Abteilungsleitung Frauenfußball" an. Das ist eines der Ergebnisse der Mitgliederversammlung, die am Dienstagabend in Bad Neuenahr stattfand.

Zwei weitere Veränderungen gibt es im Klubvorstand. Bernd Stemmeler rückt als neuer Zweiter Vorsitzender für die im vergangenen Jahr zurückgetretene Bettina Hein nach. Peter Eckhardt übernahm nun auch offiziell die Leitung der Mädchenfußballabteilung von der im vergangenen Sommer ausgeschiedenen Elke Brünagel.

[us]

Steffi Jones in den USA: Teil 1

01.07.2009 10:45 Frauen-WM 2011

Steffi Jones: Hall of Fame-Aufnahme in Washington

Geehrt: Steffi Jones  © Bongarts/GettyImages
Geehrt: Steffi Jones

Die Aufnahme in die Hall of Fame ihres ehemaligen Vereines Washington Freedom steht im Mittelpunkt der viertägigen USA-Reise von Steffi Jones, die am Donnerstag in Los Angeles startet. Die OK-Präsidentin wird am kommenden Sonntag im Rahmen des Spitzenspiels der USA-Frauen-Profiliga zwischen Washington Freedom und Tabellenführer Los Angeles Sol im Maryland SoccerPlex-Stadion um 18 Uhr (Mitternacht MESZ) in die Hall of Freedom einziehen.

„Das ist eine große Ehre für mich, denn neben meiner Leistung als Sportlerin fühle ich mich auch als Person geehrt. Ich hatte eine wunderbare Zeit mit Washington Freedom, habe aber nie damit gerechnet, dass ich diese Auszeichnung bekommen würde“, sagte die OK-Präsidentin.

Die Aufnahme in eine Hall of Fame, zu der die Hall of Freedom zählt, gilt als die höchste Auszeichnung für Sportler in den USA. Steffi Jones spielte 2002 und 2003 für Washington Freedom in der Women's United Soccer Association (WUSA). Ihren größten Erfolg feierte sie mit dem Gewinn der US-Meisterschaft 2003. Nach Torhüterin Siri Mullinix und der zweifachen Weltfußballerin des Jahres, Mia Hamm, ist die OK-Präsidentin die dritte ehemalige Spielerin des Traditionsvereins, die mit einem Platz in der Hall of Freedom ausgezeichnet wird.

Neben der Veranstaltung bei Washington Freedom stehen ein Besuch des Endspiel-Stadions der Frauen-WM 2003, das Home-Depot-Center in Los Angeles, ein Treffen mit dem deutschen Botschafter Dr. Klaus Scharioth in Washington sowie zahlreiche Interviews mit lokalen Medien auf dem Programm der USA-Visite von Steffi Jones.

Start der WM-Kampagne TEAM 2011

01.07.2009 10:00 Frauen-WM 2011 DFB.DE EXKLUSIV

Niersbach startet WM-Kampagne TEAM 2011

Knopfdruck für TEAM 2011: der DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach  © DFB
Knopfdruck für TEAM 2011: der DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach

Mit der großen DFB-Schul- und Vereinskampagne TEAM 2011 können 35.000 Schulen und 26.000 Vereine zu einem Teil der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland werden und neben dem Spaß beim Lösen der vier Aufgaben auch noch tolle und einzigartige Preise gewinnen. Preise, die es nirgendwo zu kaufen gibt.

Heute startet DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach das ehrgeizige und zukunftorientierte Projekt, das sich der Deutsche Fußball-Bund stolze 19,3 Millionen Euro kosten lässt. Im Fokus der Kampagne steht die Intensivierung der Zusammenarbeit von Schule und Verein sowie das Ziel, noch mehr Mädchen die Möglichkeit zu geben, die Faszination des Fußballs kennen zu lernen.

Mit dem Bus der deutschen Nationalmannschaft in die Hauptstadt Berlin reisen, die Eröffnungsfeier miterleben und im Olympiastadion das Eröffnungsspiel der FIFA Frauen-WM 2011 mit der deutschen Mannschaft verfolgen. Alle weiteren 31 WM-Spiele live im Stadion sehen.

Welcome-Box enthält das nötige Handwerkszeug

Möchten Sie DFB-Trainerin Silvia Neid, Bundestrainer Joachim Löw, Franz Beckenbauer, Steffi Jones, Oliver Bierhoff, Matthias Sammer, Uwe Seeler oder Günter Netzer persönlich kennenlernen? Nie waren die Möglichkeiten für Schulen und Vereine größer, attraktive und emotionale Preise zu gewinnen. Die Teilnahme an der DFB-Schul- und Vereinskampagne TEAM 2011 lohnt sich in jedem Fall.

Nach erfolgreicher Anmeldung für die DFB-Schul- und Vereinskampagne TEAM 2011 erhält die Schule bzw. der Verein eine Welcome-Box mit dem Handwerkszeug für eine erfolgreiche Teilnahme.

Schulen und Vereine können sich darüber hinaus im Rahmen einer Sonderprämierung noch einmal besonders freuen. Schulen, die eine neugegründete Fußball-Arbeitsgemeinschaft für Mädchen melden, erhalten ein Paket mit allen wichtigen Utensilien für das Training. Neugegründete Mädchenmannschaften in Vereinen, die am Spielbetrieb teilnehmen, erhalten einen TEAM 2011-Trikotsatz. Hierfür stehen insgesamt 6.000 Starter-Sets und 3.000 adidas-Trikotsätze zur Verfügung.

Schirmherrschaft: Löw und Neid  © DFB
Schirmherrschaft: Löw und Neid

Viele tolle Preise warten auf Teilnehmer

Die Teilnahmebedingungen sind ganz einfach. Jede Schule und jeder Verein in Deutschland kann sich anmelden und drei der vier Aufgaben selbstständig lösen. Um in den "Goldtopf" mit den attraktivsten Preise zu gelangen, müssen Schule und Verein den vierten Baustein gemeinsam bearbeiten. Erreicht eine Schule oder ein Verein die Maximalpunktzahl (zwölf Punkte), sind zehn adidas-Bälle garantiert. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie hier.

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und die beiden Schirmherren Silvia Neid und Joachim Löw freuen sich auf die DFB-Schul- und Vereinskampagne TEAM 2011 und wünschen allen teilnehmenden Schulen und Vereinen viel Spaß und Erfolg beim Punktesammeln und drücken allen die Daumen für die zahlreichen Prämierungen.

EM 1989: Teil 5

01.07.2009 09:00 Frauen-Nationalmannschaft DFB.DE SPEZIAL

"Das Ende der Fahnenstange war noch nicht erreicht"

Ratzeburg: Frau der ersten Stunde  © Bongarts/GettyImages
Ratzeburg: Frau der ersten Stunde

Wohl niemand kennt den deutschen Frauenfußball besser als Hannelore Ratzeburg. Die DFB-Vizepräsidentin hat die Entwicklung nicht nur begleitet, sondern maßgeblich gestaltet. Schon bei der EM 1989 war sie die treibende Kraft.

Wie Hannelore Ratzeburg das Turnier, den ersten Titelgewinn erlebt hat und welche Bedeutung sie ihm beimisst, schildert sie im Interview mit DFB-Redakteur Niels Barnhofer, dem fünften Teil der DFB.de-Serie "20 Jahre Frauen-EM-Titel".

Frage: Wie kam es, dass der DFB die EM-Endrunde 1989 ausrichtete?

Hannelore Ratzeburg: Das fing eigentlich alles ganz sachte an. Wir standen vor der Situation, dass wir uns erstmals für die Endrunde qualifiziert hatten. Einer der vier teilnehmenden Verbände sollte das Turnier ausrichten. Zur Vorbereitung blieb zwar wenig Zeit, aber ich hatte mir gedacht: Es wäre doch toll, wenn wir das machen könnten.

Frage: Wen mussten Sie dann von der Idee überzeugen?

Hannelore Ratzeburg: Ich hatte daraufhin bei DFB-Präsident Hermann Neuberger angerufen, um ihn von der Idee zu überzeugen. Und das war auch gar nicht so schwer. Die Europameisterschaft der Männer, die wir 1988 ausgerichtet hatten, war ja noch in guter Erinnerung. Von daher waren wir ja noch gut in Schwung. Also, das ging alles ratzfatz. Wir haben uns ziemlich zügig bei der UEFA gemeldet und auch schnell den Zuschlag bekommen.

Frage: Das klingt nach einer unvoreingenommenen Herangehensweise. Hatten Sie nie den Aufwand gescheut?

Hannelore Ratzeburg: Das stimmt schon, dass ich das anfangs nicht so überschaut hatte, wie viel Arbeit dahinterstecken würde. Ich dachte, dass das vom Organisatorischen her nicht so viel sein würde. Wir hatten ja nur vier Spiele, zwei Halbfinals in Siegen und Lüdenscheid, das Spiel um den dritten Platz und das Endspiel in Osnabrück.

Frage: Wann hatten Sie denn das erste Mal das Gefühl, dass es doch ein wenig mehr Arbeit ist?

Hannelore Ratzeburg: Naja, wir hatten schon recht schnell gemerkt, dass das keine „normalen“ Spiele werden würden. Ich war auch in bestimmter Weise aufgeregt, schließlich war das ja das erste Turnier, das wir ausrichteten. Während der EM sollte zum ersten Mal ein Frauenländerspiel live im Fernsehen übertragen werden. So kam zum letzten Vorbereitungsspiel gegen Dänemark in Delmenhorst Sabine Töpperwien, um sich für die Live-Übertragung des Halbfinals gegen Italien zu informieren und die Spielerinnen kennen zu lernen. So etwas kannten wir damals noch nicht.

Frage: Was war sonst noch anders?

Hannelore Ratzeburg: Im Siegener Leimbachstadion wurden die Traversen gereinigt, die Duschen erneuert, die Zäune lackiert, und und und. Da wurde an allen Ecken und Enden gearbeitet, gemacht und getan. Aber bei allem, was unternommen wurde, hatte ich immer das Gefühl, es wird schon klappen. Ich trage immer genug Optimismus in mir.

Frage: Und was kam dann?

Hannelore Ratzeburg: Dann kam das Halbfinale. Ein Spiel, bei dem ich dachte, ich beiße gleich in den Blumenkasten. Der Spielverlauf war so aufregend. Und ich habe mir das von der ersten Reihe der Sitztribüne aus ansehen. Ich saß direkt hinter einem etwas groß geratenen Blumenkasten, der mir ein wenig die Sicht aufs Spielfeld nahm. Deswegen musste ich permanent aufspringen – sehr zum Ärgernis der Leute, die hinter mir saßen. Aber irgendwann war mir das auch egal. Bei diesem Spiel konnte man einfach nicht ruhig sitzen bleiben.

So sahen Siegerinnen aus: die erfolgreichen DFB-Frauen 1989  © Bongarts/GettyImages
So sahen Siegerinnen aus: die erfolgreichen DFB-Frauen 1989

Frage: Letztlich gewann das deutsche Team nach Elfmeterschießen. Wie sahen die Reaktionen aus, die Sie unmittelbar danach erhielten?

Hannelore Ratzeburg: Das war eine ganz euphorische Stimmung, nicht nur bei mir flossen die Tränen der Erleichterung. Die Mannschaft blieb nach Spielschluss noch ziemlich lange auf dem Platz und die Fans feierten ausgelassen mit uns. Anschließend sind wir mit dem kompletten Team nach Lüdenscheid gefahren, um uns dort das zweite Halbfinale zwischen Norwegen und Schweden anzuschauen. Überall, wo wir vorbei gefahren sind, hingen Deutschland-Fahnen aus den Fenstern oder es standen Leute am Fahrbahnrand und haben uns zugewinkt und geklatscht wie verrückt.

Frage: Haben Sie sich gefragt, woher das kam – schließlich konnten alle diese Menschen ja nicht im Stadion gewesen sein?

Hannelore Ratzeburg: Ja, natürlich, das klärte sich, als wir von der Einschaltquote des Fernsehens hörten. Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir 5,5 Millionen Zuschauer in der Spitze. Da die ARD ja auf Sendung blieb, als es in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen ging, haben sicherlich einige Leute eingeschaltet, weil sie die Nachrichten sehen wollten oder was immer zu diesem Zeitpunkt hätte laufen sollen, und die sind dann aber bei unserem Spiel hängen geblieben, weil es so gut, spannend und an Dramatik kaum zu überbieten war.

Frage: Die Stimmung hat sich dann sogar noch gesteigert.

Hannelore Ratzeburg: Genau. Ursprünglich hatten wir ein wenig Sorge, ob wir genügend Karten für das Endspiel verkaufen könnten. Wir wollten ja eine ordentliche Kulisse dort haben. Dann hörten wir aber aus Osnabrück, dass die dortige Vorverkaufsstelle überlaufen war. Die Mitarbeiter kamen gar nicht mit dem Kartenverkauf nach. Kurzum: Es brummte. Und weil die Zeit knapp war, habe ich mich mit ins Büro gesetzt und habe Ticketbestellungen angenommen und beim Versand geholfen. Wir mussten das damals ziemlich unkonventionell handhaben, wir haben einfach die Karten mit den Rechnungen verschickt.

Frage: Wie war das Finale selbst?

Hannelore Ratzeburg: Sensationell. Ich werde diese Atmosphäre mein Leben lang nicht vergessen. Das Stadion war rappelvoll und vor den Toren standen noch viele Fans. Unsere Spielerinnen haben sich von dieser Stimmung tragen lassen.

Frage: Hatten Sie damals das Gefühl, dass das der Durchbruch war?

Hannelore Ratzeburg: Natürlich war das alles erst einmal klasse. Die Presse war voll mit Berichten über uns. Selbst die Redaktionen, die skeptisch waren, hatten Aufmacher-Geschichten über uns geschrieben. Der Frauenfußball hatte mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1989 plötzlich Kreise gezogen. Letztlich war es jedoch nur das erste Aufflammen. Vier Tage waren wir ganz oben, dann aber schon wieder weg vom Fenster. Dann fing die Tour de France an und die Berichterstattung fokussiert auf diese Veranstaltung.

Frage: Dennoch sprechen viele von einer Initialzündung für den deutschen Frauenfußball. Sie auch?

Hannelore Ratzeburg: Ja, die EM 1989 war ein Schlüsselerlebnis in der Entwicklung des deutschen Frauenfußballs. Wir wussten ja vorher nicht, wo es hingeht. Vor dem Turnier kamen ja mehr Kritiker als Befürworter zu Wort. Jetzt hatte man das Gefühl, wir kommen auf die Bahn. Es war zum Beispiel eine weitere Motivation für viele Mädchen, die Fußball spielen wollten, aber vielleicht durch Ressentiments anderer davon abgehalten wurden.

Frage: Was musste noch kommen?

Hannelore Ratzeburg: Zunächst waren wir auch unsicher, wie man diesen Erfolg von 1989 einschätzen sollte. Aber wir konnten ja gleich nachlegen. Wir sind ja 1991 gleich wieder Europameister geworden. Das konnte niemand erwarten. Dazu kam, dass wir 1989 nicht wussten, wie sich der internationale Frauenfußball entwickeln würde. Wir wussten nicht, ob es eine Weltmeisterschaft für Frauen gibt oder ob Frauenfußball olympisch wird. Das kam dann alles erst – und damit neue Plattformen. Damit wurden wir zum Beispiel wieder attraktiver für das Fernsehen. Mittlerweile haben wir mit der ARD und ZDF zwei hervorragende Partner bei unseren Spielen. Und natürlich hat sich der Sport selbst in allen Bereichen sehr positiv entwickelt, von der Technik bis zur Athletik.

Frage: Ziehen Sie bitte einmal einen Vergleich von damals zu heute?

Hannelore Ratzeburg: Ich glaube, da reicht ein Blick auf die Turniere. Die EM-Endrunde 1989 ist nicht mit der EURO 2009 zu vergleichen. Heute läuft alles ungleich professioneller. Die Finnen arbeiten schon seit Monaten intensiv auf das Turnier hin. Erstmals werden zwölf Mannschaften an der Endrunde teilnehmen. Die Vermarktung ist enorm. Das öffentliche Interesse ebenfalls, es begleiten uns Journalisten aus Deutschland zu den Turnieren in der ganzen Welt. Die Spiele werden in zahlreichen Ländern live übertragen. Das hat sich alles sehr positiv entwickelt.

Frage: Was wird denn noch kommen?

Hannelore Ratzeburg:: Oja, wie gerne würde ich das voraussagen können. Aber im Frauenfußball ist das ja so, dass viele Nationen auf den DFB schauen. Wir erhalten zahlreiche Anfragen von anderen Nationalverbänden, die wissen wollen, wie wir das hinkriegen, so erfolgreich zu sein. Ich glaube, wichtige Faktoren dabei sind, kompetente Personen an Schlüsselpositionen zu haben, diesen großes Vertrauen zu schenken und sie in Ruhe arbeiten zu lassen.

Frage: Das heißt, die Fans des Frauenfußballs können sich auf eine tolle WM 2011 freuen?

Hannelore Ratzeburg: Die WM 2011 ist eine riesige Herausforderung für uns. Es wird schon in allen Bereichen gepowert. Man traut uns zu, eine gute WM auszurichten und dieser Erwartung wollen wir natürlich gerecht werden. Mit Dr. Zwanziger haben wir auch einen Präsidenten, der den Frauen- und Mädchenfußball optimal unterstützt. Und ich denke, es wird uns gelingen, mit der WM weiter ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu kommen. Wir wollen, dass die Zahl der aktiven Mädchen- und Frauen-Mannschaften weiter steigt und die Vereine und Verbände von der WM profitieren. Ich bin überzeugt, dass wir das erreichen können, weil wir das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht haben.