Posts mit dem Label USA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label USA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 29. Juni 2011

USA - Nordkorea 2:0

28.06.2011 20:07 Frauen-WM 2011

Olympiasieger USA siegt über Asienmeister Nordkorea

Starker Start: Die USA bejubeln den Erfolg über Nordkorea  © Bongarts/GettyImages
Starker Start: Die USA bejubeln den Erfolg über Nordkorea

Mitfavorit USA hat dank einer starken zweiten Halbzeit die Mission Titelgewinn bei der Fußball-WM mit Erfolg gestartet und dem politischen Erzfeind Nordkorea eine bittere Niederlage zugefügt. Der Weltranglistenerste setzte sich mit 2:0 (0:0) durch und darf weiter vom ersten WM-Triumph seit zwölf Jahren träumen. Lauren Cheney (54.) und Rachel Buehler (77.) sorgten für die Entscheidung. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (Hannover) zeigte bei ihrem ersten WM-Einsatz einen fehlerfreien Auftritt.

Während die Amerikanerinnen den bislang höchsten Sieg der WM landeten, wird es für Geheimtipp Nordkorea in der "Hammer"-Gruppe C bereits eng. Der dreimalige Asienmeister muss sich in den Spielen gegen Schweden und Kolumbien steigern, um das vorzeitige Aus zu vermeiden. Ein weiterer Wermustropfen: Gegen die USA glückte wieder kein WM-Sieg. Vier Spiele gab es bislang: Dreimal siegten die USA, einmal trennte man sich 2:2.

Mia Hamm kann nicht helfen

Vor 21.859 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion hatten die US-Girls lange Zeit ihre liebe Mühe mit den wuseligen Asiatinnen. Allerdings wirkte das Aufbauspiel auch statisch, im Sturm liefen die Pässe immer wieder ins Leere. "Ich würde ja helfen, wenn ich könnte, doch ich sitze auf Platz 19, Reihe 15 auf der Tribüne", sagte die frühere Top-Stürmerin Mia Hamm.

Die körperlich deutlich überlegenen US-Girls wurden nur dann gefährlich, wenn es direkt und schnell über die Flügel ging. Carli Lloyd per Kopfball (10.) und Cheney (11./34.) mit Weitschüssen sorgten vor dem Wechsel für die größte Gefahr.

Viel Übersicht: Shannon Boxx  © Bongarts/GettyImages
Viel Übersicht: Shannon Boxx

Nordkorea startete verhalten und legte erst Mitte der ersten Halbzeit den Vorwärtsgang ein. Die größte Chance besaß Kim Su-Gyong (35.) mit einem Schuss aufs kurze Eck, den Keeperin Hope Solo gerade noch abwehren konnte. Kurz vor der Pause zog Song Jung-Sun clever in den Strafraum, doch ihr Pass trudelte parallel zur Torlinie an allen Mitspielerinnen vorbei. In der 43. Minute scheiterte Spielführerin Jo Yun-Mi mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz.

Nach dem Wechsel erhöhten die favorisierten Nordamerikanerinnen wieder den Druck und gaben durch Shannon Boxx (49.) einen ersten Warnschuss ab. Nun erwachte auch Torjägerin Abby Wambach. Die 31-Jährige verpasste das Tor mit einem Schuss aus der Drehung (53.) nur knapp.

Kurz danach war es dann so weit. Nach einer langen Flanke von Wambach war die völlig ungedeckte Cheney am Fünfmeterraum mit dem Kopf zur Stelle und netzte ein. Wambach rannte sofort in richtung Ersatzbank und feierte den erlösenden Treffer wie einen Sieg. In der 65. Minute hatte Wambach per Kofball das 2:0 erzielen müssen, doch scheiterte sie an Schlussfrau Hong Myong-Hui. Mehr Erfolg hatte Cheneys Bostoner Klubkollegin Buehler, die in der 77. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze für die Entscheidung sorgte.

Quelle

Sonntag, 2. Januar 2011

Wambach führt US-Team gegen Deutschland an

21.10.2009 13:09 Frauen-Nationalmannschaft

Der Star im Team: Abby Wambach  © Bongarts/GettyImages
Der Star im Team: Abby Wambach

Eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen weist der Kader auf, mit dem die Frauen-Nationalmannschaft der USA zum Länderspiel gegen die DFB-Auswahl anreist.

Das Aufgebot von Trainerin Pia Sundhage für die Partie am Donnerstag, 29. Oktober, ab 18 Uhr in der Augsburger Impuls-Arena wird von Angreiferin Abby Wambach und Verteidigerin Cat Whitehill angeführt. Die beiden Spielerinnen, die mit Washington Freedom in der abgelaufenen Saison in der Profi-Liga WPS den Titel gewannen, weisen mit jeweils 130 Länderspielen die meisten Einsätze im US-Team auf. Das Ansehen von Abby Wambach liegt zudem in den 100 Toren begründet, die sie für die amerikanische Mannschaft bisher erzielt hat.

Weitere Stützen im US-Team sind Torhüterin Hope Solo (84 Länderspiele), die Verteidigerinnen Heather Mitts (103) und Lori Chalupny (91) sowie die Mittelfeldspielerinnen Shannon Boxx (117), Heather O’Reilly (115) und Carli Lloyd (84). Relativ neue oder junge Gesichter in der Auswahl der US-Girls sind hingegen die Defensivspielerin Brittany Bock (0) sowie die Offensivkräfte Ella Masar (0), Lori Lindsey (1) und Yael Averbuch (2). Mit 20 Jahren ist Tobin Heath ist die jüngste Spielerin im US-Aufgebot. Obwohl sie noch für die University of North Carolina und nicht für einen Profi-Klub der WPS aufläuft, hat sie es zwischenzeitlich schon auf 19 Länderspiele gebracht.

Setzt auf die gesunde Mischung: Pia Sundhage  © Bongarts/GettyImages
Setzt auf die gesunde Mischung: Pia Sundhage

Auch wenn die eine oder andere namhafte Spielerin im Kader des US-Teams fehlt, etwa Christie Rampone (Schwangerschaft), Lindsay Tarpley (Kreuzbandriss) oder Angela Hucles (Karriereende), sieht DFB-Trainerin Silvia Neid einer Partie gegen einen starken Gegner entgegen.

„Pia Sundhage hat das Team ein wenig verjüngt. Sie hat eine gute Spiel-Philosophie, die sie ihrem Team vermittelt hat. Es verfügt über spielerische Qualitäten und eine gute Fitness. Zudem kann man davon ausgehen, dass ihre Mannschaft gut vorbereitet sein wird. Die Saison in den USA ist beendet, so dass die Spielerinnen frühzeitig zusammengezogen werden konnten. Ich bin überzeugt davon, dass uns die Amerikanerinnen so richtig fordern werden“, sagt die Bundestrainerin.

Der Kader der USA:

Tor: Nicole Barnhart (FC Gold Pride), Hope Solo (St. Louis Athletica) Abwehr: Brittany Bock (Los Angeles Sol), Rachel Buehler (FC Gold Pride), Lori Chalupny (St. Louis Athletica), Amy LePeilbet (Boston Breakers), Heather Mitts (Philadelphia Independence), Cat Whitehill (Washington Freedom)

Mittelfeld: Yael Averbruch (Sky Blue FC), Shannon Boxx (Los Angeles Sol), Tobin Heath (University of North Carolina), Lori Lindsey (Philadelphia Independence), Carli Lloyd (Sky Blue FC), Heather O’Reilly (Sky Blue FC), Kacey White (Sky Blue FC)

Angriff: Ella Masar (Chicago Red Stars), Amy Rodriguez (Philadelphia Independence), Abby Wambach (Washington Freedom)

Freitag, 10. Juli 2009

Jones besuchte Botschaft in Washington

06.07.2009 15:10 Frauen-WM 2011

Jones besuchte Botschaft in Washington

Fußball-begeistert: Steffi Jones mit Botschafter Dr. Klaus Scharioth  © Bongarts/GettyImages
Fußball-begeistert: Steffi Jones mit Botschafter Dr. Klaus Scharioth

Mit einem Besuch beim Deutschen Botschafter in Washington, Dr. Klaus Scharioth, beendete OK-Präsidentin Steffi Jones am Montag ihre USA-Reise. Beim Treffen in der deutschen Vertretung erläuterte Jones die Eckdaten der Vorbereitung auf die Frauen-WM 2011.

"Es ist von großem Vorteil, einen sportbegeisterten Botschafter in einem sportbegeisterten Land zu haben. Schließlich spielt die Deutsche Botschaft in Washington eine Schlüsselrolle, um die Vorfreude auf die Frauen-WM 2011 in den Vereinigten Staaten zu schüren", sagte Steffi Jones.

Die OK-Präsidentin weiter: "Die USA haben mit der Ausrichtung der Frauen-WM 1999 im Frauenfußball eine Vorreiterrolle übernommen und absolute Maßstäbe gesetzt. Auch Barack Obamas Familie ist sportbegeistert. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem amerikanischen Präsidenten daher vor kurzem Trikots der deutschen Frauen-Nationalmannschaft für seine beiden Töchter übergeben. Wir würden uns freuen, wenn viele amerikanische Fans zur Frauen-WM nach Deutschland kommen."

Steffi Jones: Fußball-Botschafterin vor deutscher Botschaft  © Bongarts/GettyImages
Steffi Jones: Fußball-Botschafterin vor deutscher Botschaft

Botschafter dankt Steffi Jones

Botschafter Scharioth dankte Steffi Jones für ihren Besuch und sagte seine Unterstützung zu, um die Frauen-WM 2011 einem möglichst breiten Publikum in den USA nahe zu bringen.

"Wir werden Sie darin unterstützen, dieses schöne Ereignis auch in diesem Land bekannter zu machen", erklärte der Botschafter. "Das ist für mich als Botschafter und begeisterten Fußballanhänger eine Aufgabe, die ich sehr gern übernehme."

Zu den weiteren Höhepunkten der USA-Reise von Steffi Jones zählten die Einführung in die Hall of Freedom ihres ehemaligen Vereines Washington Freedom sowie ein Treffen mit der zweifachen Weltfußballerin des Jahres, Mia Hamm.

Steffi Jones in Hall of Fame verewigt

06.07.2009 15:09 Frauen-WM 2011

Steffi Jones in Hall of Fame verewigt

Neu in der Ruhmeshalle: Steffi Jones (r.) mit US-Star Abby Wambach  © Bongarts/GettyImages
Neu in der Ruhmeshalle: Steffi Jones (r.) mit US-Star Abby Wambach

Der Rahmen hätte am Sonntag nicht repräsentativer sein können: In der Halbzeit des Spitzenspiels der Frauen-Profi-Liga der USA zwischen Washington Freedom und Tabellenführer Los Angeles Sol im ausverkauften Maryland SoccerPlex-Stadion zeichnete der Traditionsverein der US-amerikanischen Hauptstadt Steffi Jones mit der Aufnahme in die Hall of Fame aus.

Dabei würdigte Washington Freedoms Präsident Mark Washo die OK-Präsidentin für „ihre herausragenden Verdienste um den Verein und den Frauenfußball“ mit warmen Worten: „Steffi Jones hat in Washington Geschichte geschrieben und andere Menschen mit ihrem Erfolg inspiriert.“

Neben der deutschen OK-Präsidentin wurde auch die verstorbene US-Trainerlegende David Vanole als neues Mitglied der Hall of Fame des Vereins präsentiert.

"Als Sportlerin auch außerhalb des Platzes ein Vorbild"

Washington Freedoms Besitzerin Maureen Hendricks überreichte Jones und Vanoles Vertreterin, US-Nationalstürmerin Abby Wambach, einen Ehrenteller. Gleichzeitig enthüllten Kinder die offiziellen Hall of Fame-Banner der beiden Teamlegenden.

„Bei Washington Freedom ist mir noch deutlicher geworden, dass eine Sportlerin auch außerhalb des Platzes als Vorbild gilt und sich für Eigenschaften wie Solidarität und Integration einsetzen muss. Ich habe versucht, meine Aufgaben zu erfüllen und fühle mich nun mit dieser Auszeichnung sehr geehrt“, bedankte sich die OK-Präsidentin.

Trio komplett: Jones vor dem Banner von Siri Mullinx und Mia Hamm  © Bongarts/GettyImages
Trio komplett: Jones vor dem Banner von Siri Mullinx und Mia Hamm

Jones als dritte Spielerin berufen

Nach Torfrau Siri Mullinix und der zweifachen Weltfußballerin des Jahres Mia Hamm ist Steffi Jones die dritte Spielerin, die in die Hall of Fame des Hauptstadt-Klubs einzieht. Die OK-Präsidentin bestritt in den Saisons 2002 und 2003 insgesamt 38 Spiele für Washington Freedom und erzielte dabei zwei Treffer. Zusammen mit Hamm und Mullinix feierte sie mit dem Gewinn der Meisterschaft 2003 den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Zu den Gästen des Abends im MarylandPlex-Stadion zählten Mullinix, die Trainerin der US-Frauen-Nationalmannschaft Pia Sundhage sowie der Direktor des US-Fußball-Hall of Fame-Museums Jack Huckel. Weltfußballerin des Jahres und LA Sol-Stürmerin Marta, die das Tor zum 1:0-Sieg der Auswahl aus Kalifornien erzielte, gratulierte Steffi Jones auf dem Platz. Die Begegnung wurde in den USA live vom Fernsehsender Fox-Soccer-Channel übertragen.

Die OK-Präsidentin beendete am Montag mit einem Besuch beim deutschen Botschafter in Washington, Dr. Klaus Scharioth, ihre USA-Tour.

Samstag, 4. Juli 2009

Steffi Jones in den USA: Teil 4

04.07.2009 08:55 Frauen-WM 2011 DFB.DE EXKLUSIV

Wiedersehen in Kalifornien – Jones trifft Hamm

WM-OK-Präsidentin Steffi Jones (l.) und Mia Hamm  © Bongarts/GettyImages
WM-OK-Präsidentin Steffi Jones (l.) und Mia Hamm

Lockere Stimmung, tolle Erinnerungen und WM-Vorfreude kennzeichneten das Treffen der OK-Präsidentin Steffi Jones und der zweifachen Weltfußballerin des Jahres Mia Hamm am Freitag in Manhattan Beach, 30 Kilometer südlich von Los Angeles.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die gemeinsame Zeit bei Washington Freedom in der ehemaligen Women’s United Soccer Association (WUSA) sowie die bevorstehende Frauen-WM 2011in Deutschland.

Hamm zählt zu den populärsten Sportlerinnen der USA. Mit der amerikanischen Frauen-Nationalmannschaft gewann sie den WM-Titel 1991 und 1999 sowie die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1996 und 2004. Nach 275 Länderspielen und 158 Toren im Trikot der US-Frauen beendete sie ihre Karriere im Sommer 2004. Seitdem leitet sie die „Mia Hamm Foundation“ zu Gunsten der Förderung junger Sportlerinnen sowie der Unterstützung von Menschen, die eine Knochenmarktransplantation benötigen.

Jones hofft auf Hamms Besuch zur WM 2011

„Ich glaube, keine andere Spielerin hat den Frauenfußball so stark und positiv geprägt wie Mia. Ich würde mich riesig freuen, wenn wir sie 2011 bei der Frauen-WM in Deutschland begrüßen dürfen, denn sie ist das internationale Gesicht des Frauenfußballs“, sagte Steffi Jones.

„Ich kenne Steffi sehr gut aus unserer Zeit in Washington und bin mir absolut sicher, dass es ein Volltreffer war, sie zur OK-Präsidentin zu ernennen. Mit ihrer Sympathie und Engagement für den Frauenfußball wird sie einen großen Beitrag zum Erfolg der WM leisten. Seit 2006 wissen wir alle, die Deutschen sind nicht nur hervorragende Organisatoren sondern auch gastfreundliche, humorvolle Menschen, die fantastische Fußball-Parties veranstalten. Ich glaube, 2011 wird ein zweites Sommermärchen. Ich will dabei sein“, kommentierte Hamm.

"Deutsches Frauen-Team hat Maßstäbe gesetzt"

Wiedersehen in Kalifornien: Steffi Jones (l.) trifft Mia Hamm  © Bongarts/GettyImages
Wiedersehen in Kalifornien: Steffi Jones (l.) trifft Mia Hamm

„Das deutsche Frauen-Team hat in den vergangenen Jahren absolute Maßstäbe gesetzt. Es wird nicht einfach, 2011 Deutschland zu schlagen, aber unsere Mannschaft hat auch hervorragende Spielerinnen, die bereits von der WM träumen und sich bestens vorbereiten werden“, ergänzte Hamm.

Im Anschluss an das Meeting überreichte Steffi Jones ihrer Ex-Teamkollegin ein Trikot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft mit der Nummer 2011. Für Hamms zweijährige Zwillinge Ava und Grace gab es Minitrikots der Männer-Nationalmannschaft.

Die Aufnahme in die Hall of Fame ihres ehemaligen Vereines Washington Freedom am Sonntag steht im Mittelpunkt der viertägigen USA-Reise von Steffi Jones, die am Donnerstag in Los Angeles startete.

Steffi Jones in den USA: Teil 3

03.07.2009 08:50 Frauen-WM 2011

Steffi Jones: "Obama ist mein amerikanisches Idol"

Gruppenbild in L.A.: Steffi Jones wurde von US-Sportlerinnen empfangen  © Bongarts/GettyImages
Gruppenbild in L.A.: Steffi Jones wurde von US-Sportlerinnen empfangen

Steffi Jones startete am Donnerstag in Frankfurt eine Blitztour in die USA, mit Los Angeles als erstem Etappenziel. Die Visite in ihrer zweiten Heimat - die OK-Präsidentin besitzt die US-Staatsbürgerschaft und spricht perfekt Englisch - erinnert sie an zwei ihrer größten Erfolge, den Gewinn des WM-Titels 2003 und die US-Meisterschaft mit Washington Freedom im gleichen Jahr.

Im DFB.de-Exklusivinterview mit WM-OK-Redakteur David Noemi beschreibt die 111-malige deutsche Nationalspielerin in Los Angeles ihre Beziehung zu den Vereinigten Staaten und erklärt, was sie an der amerikanischen Kultur am meisten schätzt.

Frage: Was bedeuten Ihnen die USA?

Steffi Jones: Ich habe sowohl die deutsche als auch die amerikanische Staatsangehörigkeit und war früher ein paar Mal in den USA. Zudem habe ich 2002 und 2003 für Washington Freedom in der US Profiliga gespielt. Ich fühle mich mit den USA verbunden, auch wenn ich mich klar als deutsche Staatsbürgerin sehe, denn hier bin ich geboren und aufgewachsen.

Frage: Inwiefern sind Sie von der amerikanischen Kultur geprägt?

Jones: Ich mag den Stil und die Mentalität der Amerikaner. Die Menschen in den USA sind freundlich und offen und gerade, was das Sportliche angeht, wahnsinnig ehrgeizig.

Frage: Haben Sie mal daran gedacht, für das Nationalteam der USA zu spielen?

Jones: Nein. Weil ich in Deutschland groß geworden bin, war für mich immer klar, dass ich für Deutschland spielen will. Dennoch: als ich in den USA für Washington Freedom spielte, habe ich die Nationalhymne mitgesungen, einfach, weil ich mich mit der US-Frauen-Profiliga identifizierte und damit meinen Respekt gegenüber den Amerikanern zeigen wollte.

Frage: Was ist die schönste Erinnerung an Ihre Zeit beim Washington Freedom?

Jones: Die schönste Erinnerung bleibt der Titelgewinn 2003 sowie der erste Tag, als alle meine Mitspielerinnen Spalier standen. Ich wusste, dass das eine Profiliga war und dass dort Mia Hamm und Abby Wambach spielten. Zudem hat mich meine Zeit bei Washington Freedom noch mehr motiviert, meine Vorbildrolle als Sportlerin anzunehmen und mich um hilfsbedürftige Menschen zu kümmern. Auch vom Teamgeist meiner Mitspielerinnen war ich begeistert. Bei den Leistungstests haben die Spielerinnen mit den besten Ergebnissen, diejenigen, die mehr gefordert waren, angefeuert und sind sogar für sie eingesprungen. Das zeigte ganz deutlich, dass der Teamgeist im Vordergrund stand.

Frage: Schauspieler werden im Walk of Fame in Hollywood verewigt, Boxer kommen in die Hall of Fame in Canastota. Jetzt werden Sie in die Hall of Freedom einziehen. Sind Sie aufgeregt?

Jones: Es macht mich sehr stolz. Ich fühle mich wahnsinnig geehrt, denn gerade diese beiden Jahre in Washington waren eine wichtige Zeit in meinem Leben. Ich war fitter als je zuvor. Alles war sehr lehrreich.

Stadion-Guide: Karina Le Blanc zeigt Jones die Arena  © Bongarts/GettyImages
Stadion-Guide: Karina Le Blanc zeigt Jones die Arena

Frage: Wäre für Sie das Spiel Deutschland gegen USA das Traumfinale der WM 2011?

Jones: Ich würde mich freuen, wenn Deutschland im Endspiel steht. Ich bin aber der Meinung, dass die beiden besten Teams sich durchsetzen sollten. Wenn die USA oder irgendeine andere Mannschaft den Einzug ins Finale schafft, würde ich mich ebenso freuen.

Frage: Was erwarten Sie vom Freundschaftsspiel gegen die USA am 29. Oktober in Augsburg?

Jones: Das Spiel ist für das OK eminent wichtig, denn wir werden auch im Herbst den Ticketverkauf starten. Dann wird sich zeigen, wo wir zwei Jahre vor der WM stehen. Sportlich gesehen ist Deutschland gegen die USA ein Klassiker des Frauenfußballs, vergleichbar zu Deutschland gegen Brasilien. Das wird sicherlich ein spannendes Spiel mit einer tollen Kulisse in einem brandneuen Stadion.

Frage: Haben Sie ein amerikanisches Idol?

Jones: Jetzt ist es Barack Obama. Dass es einen farbigen US-Präsidenten gibt, hätte ich mir niemals erträumt. Ich glaube, dass das generell die Welt schon verändert hat.

Steffi Jones in den USA: Teil 2

03.07.2009 08:49 Frauen-WM 2011

Rückkehr ins WM-Stadion von Los Angeles

Treff der Nationen: Steffi Jones mit Spielerinnen von L.A. Sol
Treff der Nationen: Steffi Jones mit Spielerinnen von L.A. Sol

Ein Kreuzbandriss im Gruppenspiel gegen Argentinien verpatzte Steffi Jones 2003 die Teilnahme am WM-Finale. Aufgrund der schweren Knieverletzung verpasste die heutige Präsidentin des WM-Organisationskomitees damals am 12. Oktober 2003 das Endspiel im Home Depot Center-Stadion von Los Angeles gegen Schweden.

Sechs Jahre danach besuchte die OK-Präsidentin, die am Donnerstag in Los Angeles angekommen war, das kalifornische Schmuckkästchen noch einmal. Camile Abily, Aya Miyama und Karina LeBlanc – allesamt Spielerinnen bei Los Angeles Sol, einem Klub der US-Frauen-Profiliga – bereiteten Steffi Jones einen herzlichen Empfang in der „Stadt der Engel“.

„Es ist etwas ganz Besonderes, sechs Jahre nach dem Gewinn der Frauen-WM 2003 als OK-Präsidentin in dieses Stadion zurückzukehren. Das Home Depot Center hat eine große Bedeutung in der Geschichte des deutschen Frauenfußballs“, sagte die OK-Präsidentin.

Abily: "Wir alle möchten 2011 unbedingt dabei sein"

„Steffi ist eine Legende des Frauenfußballs. Sie und die Fans werden die WM 2011 zu einem riesigen Erfolg machen“, erklärte LA Sols kanadische Nationaltorfrau LeBlanc, die Steffi Jones zu einem Rundgang durch das Stadion einlud.

„Die Bilder der WM-Party 2006 in Deutschland haben wir noch im Kopf. Wir alle möchten mit unseren Nationalmannschaften 2011 unbedingt dabei sein“, sagte Frankreichs Nationalspielerin Abily, die mit acht Treffern die Torschützenliste der Liga zusammen mit ihrer prominenten Teamkollegin, der FIFA-Weltfußballerin Marta, anführt.

Miyama: "Spiel in Mannheim ein wichtiger Test für uns"

„Das japanische Frauen-Team hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Ich hoffe, dass wir 2011 ein Wort im Kampf um den Titel mitreden. Das Länderspiel gegen Deutschland am 29. Juli in Mannheim wird auf dem Weg dorthin ein wichtiger Test sein“, ergänzte Miyama, eine japanische Nationalspielerin im Team der Sol.

Der Tabellenführer aus Los Angeles ist der große Favorit auf den Titel der amerikanischen Frauen-Profiliga. Nationalspielerinnen aus sieben Nationen stehen im Kader.

Los Angeles ist die erste Station auf der viertägigen USA-Reise von Steffi Jones. Im Mittelpunkt des Besuchs steht die Aufnahme der OK-Präsidentin in die Hall of Fame ihres ehemaligen Vereins Washington Freedom. Die Zeremonie wird am Sonntag im Maryland Soccer-Plex-Stadion stattfinden.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Steffi Jones in den USA: Teil 1

01.07.2009 10:45 Frauen-WM 2011

Steffi Jones: Hall of Fame-Aufnahme in Washington

Geehrt: Steffi Jones  © Bongarts/GettyImages
Geehrt: Steffi Jones

Die Aufnahme in die Hall of Fame ihres ehemaligen Vereines Washington Freedom steht im Mittelpunkt der viertägigen USA-Reise von Steffi Jones, die am Donnerstag in Los Angeles startet. Die OK-Präsidentin wird am kommenden Sonntag im Rahmen des Spitzenspiels der USA-Frauen-Profiliga zwischen Washington Freedom und Tabellenführer Los Angeles Sol im Maryland SoccerPlex-Stadion um 18 Uhr (Mitternacht MESZ) in die Hall of Freedom einziehen.

„Das ist eine große Ehre für mich, denn neben meiner Leistung als Sportlerin fühle ich mich auch als Person geehrt. Ich hatte eine wunderbare Zeit mit Washington Freedom, habe aber nie damit gerechnet, dass ich diese Auszeichnung bekommen würde“, sagte die OK-Präsidentin.

Die Aufnahme in eine Hall of Fame, zu der die Hall of Freedom zählt, gilt als die höchste Auszeichnung für Sportler in den USA. Steffi Jones spielte 2002 und 2003 für Washington Freedom in der Women's United Soccer Association (WUSA). Ihren größten Erfolg feierte sie mit dem Gewinn der US-Meisterschaft 2003. Nach Torhüterin Siri Mullinix und der zweifachen Weltfußballerin des Jahres, Mia Hamm, ist die OK-Präsidentin die dritte ehemalige Spielerin des Traditionsvereins, die mit einem Platz in der Hall of Freedom ausgezeichnet wird.

Neben der Veranstaltung bei Washington Freedom stehen ein Besuch des Endspiel-Stadions der Frauen-WM 2003, das Home-Depot-Center in Los Angeles, ein Treffen mit dem deutschen Botschafter Dr. Klaus Scharioth in Washington sowie zahlreiche Interviews mit lokalen Medien auf dem Programm der USA-Visite von Steffi Jones.

Dienstag, 16. Juni 2009

Steffi Jones freut sich auf die USA

16.06.2009 13:43 Frauen-Nationalmannschaft

Jones freut sich auf Heimspiel-Kracher gegen US-Girls

Freut sich auf das Duell gegen die USA: Steffi Jones  © Bongarts/GettyImages
Freut sich auf das Duell gegen die USA: Steffi Jones

Es ist das Duell zweier ganz großer Frauenfußball-Nationen. Am 29. Oktober 2009 trifft die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in Augsburg auf die US-amerikanischen Ausnahmeathletinnen. Nachdem im April diesen Jahres bereits die brasilianischen Ballzauberinnen auf dem Spielplan standen, misst sich die Elf von DFB-Trainerin Silvia Neid nun mit dem amtierenden Olympiasieger.

Mit zwei Weltmeistertiteln und drei Olympischen Goldmedaillen gehören die US-Amerikanerinnen mit Abstand zu den erfolgreichsten Mannschaften in der Geschichte des internationalen Frauenfußballs. "An den USA führt kein Weg vorbei. Sie haben eine sehr starke Mannschaft, die immer in der Lage ist, um den Titel mitzuspielen. Die Amerikanerinnen sind immer gefährlich und seit jeher einer der härtesten Gegner für unsere deutsche Mannschaft", erklärte OK-Präsidentin Steffi Jones, die selbst einige Zeit in der US-Profiliga bei Washington Freedom spielte.

Generalprobe für neues Stadion in Augsburg

Nicht nur aus sportlicher Sicht wird die Begegnung ein echter Prüfstein werden, auch für das neugebaute Augsburger Stadion kommt es zum ersten großen Härtetest vor der FIFA Frauen-WM 2011. "Zwei Weltklasse-Mannschaften, eine hochmoderne WM-Arena und eine ganz besondere, weltmeisterliche Atmosphäre im Stadion, alles in allem glänzende Aussichten für das Augsburger Publikum und den gesamten Frauenfußball. Ich bin mir sicher, dass die Stadt und ihre gesamte fußballbegeisterte Region dieser Herausforderung gewachsen sind", kommentierte die 111-malige Nationalspielerin.