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Mittwoch, 29. Juni 2011

Deutschland - Kanada 2:1

26.06.2011 19:50 Frauen-WM 2011

2:1 gegen Kanada: Deutschland gelingt WM-Start nach Maß

Ab geht die Post nach dem 2:0: Celia Okoyino da Mbabi traf vor der Pause  © Bongarts/GettyImages
Ab geht die Post nach dem 2:0: Celia Okoyino da Mbabi traf vor der Pause

Der WM-Start ist geglückt! Titelverteidiger Deutschland ist mit einem 2:1 (2:0) gegen Kanada in die WM im eigenen Land gestartet. Kerstin Garefrekes (10.) und Celia Okoyino da Mbabi (42.) trafen vor der europäischen Rekordkulisse von 73.680 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion, Kanadas Christine Sinclair (82.) sorgte für den Endstand.

Silvia Neid war nach dem Spiel erleichtert, hatte aber auch einige Kritikpunkte anzumerken. "Ich bin sehr froh über den Erfolg. Ich denke, wir sind in der ersten Halbzeit nur schwer ins Spiel gekommen, weil wir zu wenig kombiniert haben", sagte die DFB-Trainerin. "In der zweiten Halbzeit haben wir gut angefangen, hatten viele Chancen, haben aber vergessen, das Tor zu machen. Dann wird es natürlich gefährlich, wenn hinten ein Tor fällt. "

Erstes deutsches Turniertor durch Garefrekes

Begonnen hatte das Eröffnungsspiel mit einer kleinen Überraschung: Statt sich zwischen Okoyino da Mbabi und Melanie Behringer zu entscheiden, vertraute Neid in der Startelf beiden Spielerinnen. Dafür musste Torjägerin Inka Grings zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Getragen vom begeisterten Publikum, dominierte die deutsche Mannschaft, die lediglich ohne Angreiferin Martina Müller (Oberschenkelzerrung) auskommen musste, die Anfangsphase. Nach einem Fehler von Simone Laudehr hatten allerdings die Kanadierinnen durch Spielführerin Sinclair die erste große Möglichkeit (6.).

WM 2011 Eröffnungsspiel: Deutschland vs. Kanada

Vier Minuten später scheiterte Garefrekes auf der Gegenseite zunächst aus kurzer Distanz an der kanadischen Torhüterin Erin McLeod. Wenige Sekunden danach machte es die Frankfurterin per Kopf besser und erzielte nach Flanke von Babett Peter ihr 42. Länderspieltor.

Kanada blieb aber trotz des Rückstands gefährlich. Linda Bresonik musste in der 20. Minute in höchster Not klären, kurz darauf sorgte Diana Matheson mit einem Distanzschuss für ein Raunen unter den Zuschauern (29.).

Das zweite Tor fiel dennoch auf der Gegenseite: Nach einem langen Pass von Garefrekes behielt Okoyino da Mbabi allein vor McLeod die Ruhe und traf zum 2:0 (42.).

Popp und Garefrekes treffen die Latte

Nach dem Seitenwechsel behielt die deutsche Mannschaft das hohe Tempo bei. Schon in der 51. Minute bot sich Garefrekes nach einer Ecke von Behringer die Chance zum 3:0, wenig später landete ein Schuss der eingewechselten Alexandra Popp aus 20 Metern an der Latte (65.).

Flanke Peter, Kopfball Garefrekes: 1:0  © Bongarts/GettyImages
Flanke Peter, Kopfball Garefrekes: 1:0

Auch in der Schlussphase erspielte sich die von den Fans mit Sprechchören gefeierte deutsche Mannschaft zahlreiche gute Chancen. So spielte Popp in der 66. Minute uneigennützig zu Garefrekes quer, die aus zirka fünf Metern das leerstehende Tor nicht traf. In der 77. Minute zog Simone Laudehr aus 25 Metern ab, traf aber ebenfalls nur die Latte.

Sinclair beendet Angerers Serie

In der 82. Minute war es Sinclair, die für den Endstand sorgte. Die Angreiferin setzte mit rechts einen Freistoß aus 20 Metern fast genau oben rechts in den Winkel. Es war das erste Gegentor für Nadine Angerer nach 622 WM-Minuten. Die Torhüterin war bei der kompletten Weltmeisterschaft 2007 in China nicht überwunden worden - und musste gegen Kanada zumindest kein weiteres Mal hinter sich greifen.

Durch den Erfolg bleibt das deutsche Team, das sich mit dem dritten Triumph in Folge zum alleinigen Rekord-Weltmeister machen würde, bei WM-Auftaktspielen ungeschlagen. Aus dem vergangenen Jahrtausend datiert die bislang letzte WM-Pleite. Am 1. Juli 1999 unterlag die deutsche Auswahl den USA mit 2:3 im Viertelfinale.


Quelle


Samstag, 22. August 2009

Kerstin Garefrekes bleibt bis 2012 in Frankfurt

19.08.2009 13:01 Frauen-Bundesliga

Garefrekes bleibt bis 2012 in Frankfurt

Verlängert in Frankfurt: Kerstin Garefrekes  © Bongarts/GettyImages
Verlängert in Frankfurt: Kerstin Garefrekes

Weltmeisterin Kerstin Garefrekes wird Frauen-Bundesligist 1. FFC Frankfurt drei weitere Jahre erhalten bleiben. Die 29 Jahre alte Mittelfeldspielerin verlängerte ihren auslaufenden Vertrag bei den Hessen bis Ende Juni 2012.

Ausschlaggebend für die Vertragsverlängerung war, dass die Stadt Frankfurt der Nationalspielerin, die in 107 Länderspielen 37 Treffer erzielte, eine Halbtagsstelle angeboten hat. Im Oktober wird Garefrekes, die am Mittwoch mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur EM nach Finnland reiste, ihre Stelle als Mitarbeiterin bei der Stadt Frankfurt aufnehmen.

Für FFC-Manager Siegfried Dietrich ist die Vertragsverlängerung der Mittelfeldspielerin ein wichtiger Stein für eine weiterhin erfolgreiche Arbeit in Frankfurt: "Wir sind außerordentlich glücklich, dass wir mit Blick auf unsere sportlichen Ziele und die WM im eigenen Land mit Kerstin Garefrekes eine der wichtigsten Leistungsträgerinnen des deutschen Frauenfußballs weiterhin im Boot haben. Mit ihr ist damit auch das Team komplett, mit dem wir uns mit großem Engagement dem Wettbewerb um die Meisterschaft und den DFB-Pokal der Saison 2009/2010 stellen wollen."

"Ich freue mich, dass ich durch den 1. FFC Frankfurt und die Stadt Frankfurt am Main beste Voraussetzungen habe, sowohl meinen sportlichen Ambitionen als auch meinen beruflichen Vorstellungen nachgehen zu können. Nach einer hoffentlich erfolgreichen EM in Finnland möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass wir mit dem 1. FFC Frankfurt so schnell wie möglich den Weg auf die Erfolgsstraße zurückfinden", sagte Garefrekes, nachdem die Frankfurterinnen in der vergangenen Saison ohne Titel geblieben waren.

Montag, 15. Juni 2009

Inka Grings beste Spielerin der Saison

15.06.2009 13:40 Frauen-Bundesliga

Trainer-Umfrage: Inka Grings beste Spielerin der Saison

Spielerin der Saison: Inka Grings  © Nadine Jehnich
Spielerin der Saison: Inka Grings

Sie wurde mit 29 Treffern Torschützenkönigin der Frauen-Bundesliga. Nach 2008 zum zweiten Mal hintereinander und zum fünften Mal insgesamt. Damit hat Inka Grings, die Ausnahmeangreiferin des UEFA-Cup-Siegers FCR 2001 Duisburg, mit der legendären Heidi Mohr gleichgezogen, die von 1991 bis 1995 ebenso oft beste Torschützin der Frauen-Bundesliga war.

Nicht nur wegen ihrer Treffsicherheit, sondern auch wegen ihren Führungsqualitäten und vorbildlichen kämpferischen Einsatzes, den sie zudem in der Frauen-Nationalmannschaft zeigt, wurde Inka Grings in einer Umfrage von DFB.de unter den Trainerinnen und Trainern der Frauen-Bundesliga mit großer Mehrheit zur besten Spielerin der Saison gewählt: Sieben Stimmen entfielen auf die 30-Jährige, auf Rang zwei folgt ihre Vereinskollegin Linda Bresonik, die drei Mal gewählt wurde.

Fünf Duisburgerinnen in "Elf der Saison"

Grings kam zudem in die "Elf der Saison", in der sich insgesamt fünf Spielerinnen vom UEFA-Cup-Sieger Duisburg befinden. Gleich drei davon bilden die Abwehrkette: Linda Bresonik (zehn Stimmen), Annike Krahn (acht) und Sonja Fuss (fünf), daneben bekam Katharina Baunach, vom Vizemeister FC Bayern München, sechs Trainerstimmen.

Als beste Torfrau erhielten Nadine Angerer (1. FFC Frankfurt) und Marisa Brunner (SC Freiburg) jeweils drei Stimmen. Ins Mittelfeld wurden Melanie Behringer (FC Bayern München/sieben Stimmen), zudem Lira Bajramaj (FCR 2001 Duisburg), Kerstin Garefrekes (1. FFC Frankfurt) und Kim Kulig (Hamburger SV) mit jeweils fünf Stimmen gewählt.

Grings und Mittag bestes Sturmduo – Kulig Aufsteigerin der Saison

Anja Mittag wurde in die "Elf der Saison" gewählt  © Bongarts/GettyImages
Anja Mittag wurde in die "Elf der Saison" gewählt

Das Top-Sturmduo war nach Meinung der Trainer und Trainerinnen Inka Grings, die als einzige Spielerin in der "Elf der Saison" alle zwölf Stimmen erhielt und Anja Mittag vom Deutschen Meister 1. FFC Turbine Potsdam (acht).

Zur Aufsteigern der Saison wurde Nationalspielerin Kim Kulig mit großer Mehrheit gewählt (acht Stimmen), bei der Frage nach der Überraschungsmannschaft der Saison war das Meinungsbild dagegen uneinheitlich: Vizemeister FC Bayern München siegte - bei einer Enthaltung - knapp mit vier Stimmen vor dem SC Freiburg (drei), dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem FF USV Jena (jeweils zwei).