Mittwoch, 29. Juni 2011

Interview mit Silvia Neid

26.06.2011 21:06 Frauen-WM 2011

Neid: "Das war ein verrücktes Spiel"

Silvia Neid: "Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen und die drei Punkte haben"  © Bongarts/GettyImages
Silvia Neid: "Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen und die drei Punkte haben"

Am Ende atmete Silvia Neid kräftig durch. "Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen und die drei Punkte haben", sagte die DFB-Trainerin nach dem 2:1 gegen Kanada. Denn obwohl die deutsche Mannschaft zahlreiche Chancen hatte, wäre beinahe noch der Ausgleich gefallen.

Frage: Frau Neid, Sie haben das Auftaktspiel nach vielen verpassten Chancen am Ende mit 2:1 gegen Kanada gewonnen. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Silvia Neid: Das war ein verrücktes Spiel. In der ersten Halbzeit sind wir gar nicht gut reingekommen, haben aber zwei Tore gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir gut kombiniert und hatten viele Chancen, haben aber kein Tor gemacht. Kurz vor Schluss wurde es dann mit dem Gegentor nochmal knapp und es hätte 2:2 ausgehen können. Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen und die drei Punkte haben.

Frage: Was war der Grund für die Schwierigkeiten zu Beginn?

Neid: Wir hatten ein großes Loch im Mittelfeld, die Mannschaft war nicht kompakt genug. Wir haben zudem zu schnell die Bälle verloren und mussten oft hinterherrennen.

Neid: "Bei uns gilt das Leistungsprinzip"  © Bongarts/GettyImages
Neid: "Bei uns gilt das Leistungsprinzip"

Frage: Warum hat Celia Okoyino da Mbabi für Inka Grings gespielt?

Neid: Celia hat in den Vorbereitungsspielen sehr gut gepielt. Diese Form hat sie mit ihren Trainingsleistungen bestätigt. Bei uns gilt nun mal das Leistungsprinzip, deshalb musste man sie spielen lassen. Sie hat ihren Einsatz mit einem guten Spiel auch gerechtfertigt.

Frage: Wie hat Ihnen die Atmosphäre im ausverkauften Olympiastadion gefallen?

Neid: Das Publikum war klasse. Meine Erwartungen wurden ganz klar übertroffen. Man hat ja sein eigenes Wort nicht mehr verstanden. Die Zuschauer haben alles gegeben. Ich hoffe, wir konnten etwas zurückgeben.

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Highlights: Deutschland - Kanada

Highlights: Deutschland vs. Kanada

Deutschland - Kanada 2:1

26.06.2011 19:50 Frauen-WM 2011

2:1 gegen Kanada: Deutschland gelingt WM-Start nach Maß

Ab geht die Post nach dem 2:0: Celia Okoyino da Mbabi traf vor der Pause  © Bongarts/GettyImages
Ab geht die Post nach dem 2:0: Celia Okoyino da Mbabi traf vor der Pause

Der WM-Start ist geglückt! Titelverteidiger Deutschland ist mit einem 2:1 (2:0) gegen Kanada in die WM im eigenen Land gestartet. Kerstin Garefrekes (10.) und Celia Okoyino da Mbabi (42.) trafen vor der europäischen Rekordkulisse von 73.680 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion, Kanadas Christine Sinclair (82.) sorgte für den Endstand.

Silvia Neid war nach dem Spiel erleichtert, hatte aber auch einige Kritikpunkte anzumerken. "Ich bin sehr froh über den Erfolg. Ich denke, wir sind in der ersten Halbzeit nur schwer ins Spiel gekommen, weil wir zu wenig kombiniert haben", sagte die DFB-Trainerin. "In der zweiten Halbzeit haben wir gut angefangen, hatten viele Chancen, haben aber vergessen, das Tor zu machen. Dann wird es natürlich gefährlich, wenn hinten ein Tor fällt. "

Erstes deutsches Turniertor durch Garefrekes

Begonnen hatte das Eröffnungsspiel mit einer kleinen Überraschung: Statt sich zwischen Okoyino da Mbabi und Melanie Behringer zu entscheiden, vertraute Neid in der Startelf beiden Spielerinnen. Dafür musste Torjägerin Inka Grings zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Getragen vom begeisterten Publikum, dominierte die deutsche Mannschaft, die lediglich ohne Angreiferin Martina Müller (Oberschenkelzerrung) auskommen musste, die Anfangsphase. Nach einem Fehler von Simone Laudehr hatten allerdings die Kanadierinnen durch Spielführerin Sinclair die erste große Möglichkeit (6.).

WM 2011 Eröffnungsspiel: Deutschland vs. Kanada

Vier Minuten später scheiterte Garefrekes auf der Gegenseite zunächst aus kurzer Distanz an der kanadischen Torhüterin Erin McLeod. Wenige Sekunden danach machte es die Frankfurterin per Kopf besser und erzielte nach Flanke von Babett Peter ihr 42. Länderspieltor.

Kanada blieb aber trotz des Rückstands gefährlich. Linda Bresonik musste in der 20. Minute in höchster Not klären, kurz darauf sorgte Diana Matheson mit einem Distanzschuss für ein Raunen unter den Zuschauern (29.).

Das zweite Tor fiel dennoch auf der Gegenseite: Nach einem langen Pass von Garefrekes behielt Okoyino da Mbabi allein vor McLeod die Ruhe und traf zum 2:0 (42.).

Popp und Garefrekes treffen die Latte

Nach dem Seitenwechsel behielt die deutsche Mannschaft das hohe Tempo bei. Schon in der 51. Minute bot sich Garefrekes nach einer Ecke von Behringer die Chance zum 3:0, wenig später landete ein Schuss der eingewechselten Alexandra Popp aus 20 Metern an der Latte (65.).

Flanke Peter, Kopfball Garefrekes: 1:0  © Bongarts/GettyImages
Flanke Peter, Kopfball Garefrekes: 1:0

Auch in der Schlussphase erspielte sich die von den Fans mit Sprechchören gefeierte deutsche Mannschaft zahlreiche gute Chancen. So spielte Popp in der 66. Minute uneigennützig zu Garefrekes quer, die aus zirka fünf Metern das leerstehende Tor nicht traf. In der 77. Minute zog Simone Laudehr aus 25 Metern ab, traf aber ebenfalls nur die Latte.

Sinclair beendet Angerers Serie

In der 82. Minute war es Sinclair, die für den Endstand sorgte. Die Angreiferin setzte mit rechts einen Freistoß aus 20 Metern fast genau oben rechts in den Winkel. Es war das erste Gegentor für Nadine Angerer nach 622 WM-Minuten. Die Torhüterin war bei der kompletten Weltmeisterschaft 2007 in China nicht überwunden worden - und musste gegen Kanada zumindest kein weiteres Mal hinter sich greifen.

Durch den Erfolg bleibt das deutsche Team, das sich mit dem dritten Triumph in Folge zum alleinigen Rekord-Weltmeister machen würde, bei WM-Auftaktspielen ungeschlagen. Aus dem vergangenen Jahrtausend datiert die bislang letzte WM-Pleite. Am 1. Juli 1999 unterlag die deutsche Auswahl den USA mit 2:3 im Viertelfinale.


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Nigeria - Frankreich 0:1

26.06.2011 16:50 Frauen-WM 2011

Frankreich bezwingt zum WM-Start Afrikameister Nigeria

Jubel nach dem ersten WM-Tor: Marie-Laure Delie lässt sich feiern  © Bongarts/Getty Images
Jubel nach dem ersten WM-Tor: Marie-Laure Delie lässt sich feiern

Frankreichs Fußballerinnen haben beim 1:0 (0:0) im ersten Spiel der Weltmeisterschaft gegen Nigeria in Sinsheim für eine kleine Überraschung in der "deutschen" Gruppe A gesorgt. Vor 25.475 Zuschauern besiegelte Stürmerin Marie-Laure Delie (56.) mit einem Abstaubertor den Start nach Maß für die Equipe Tricolore, die bei ihrer bislang einzigen WM-Teilnahme 2003 bereits in der Vorrunde gescheitert war.

Für den hoch ambitionierten Afrikameister Nigeria und seinen deutschen Berater Thomas Obliers misslang damit auch die Generalprobe für das Duell der Gruppe A mit Gastgeber Deutschland am Donnerstag in Frankfurt.

"Wir waren technisch und taktisch die bessere Mannschaft. Wir haben in der Vorrunde drei Endspiele und müssen davon zwei gewinnen", sagte der französische Trainer Bruno Bini nach dem gelungenen WM-Auftakt.

Frankreich zu Beginn überlegen

Die überlegenen Französinnen, bei denen fünf Spielerinnen von Potsdam-Bezwinger und Champions-League-Sieger Olympique Lyon in der Startelf standen, hatten in einer munteren Partie zahlreiche Chancen und waren technisch deutlich versierter als der Geheimfavorit.

Drei Stunden vor dem Anpfiff des offiziellen Eröffnungsspiels zwischen dem Gastgeber und Kanada in Berlin herrschte in Sinsheim bereits WM-Stimmung pur. Die Welle schwappte schon beim Einlaufen der beiden Teams durch die Rhein-Neckar-Arena, in die viele Besucher mit Deutschland-Trikots gekommen waren. Bei "Kaiserwetter" war Frankreich in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft.

Thiney trifft den Pfosten

Während sich die Super Falcons aus Nigeria zunächst weit in die eigene Defensive zurückzogen, startete "Les Bleus" angeführt von der überragenden Mittelfeldspielerin Louisa Necib aus Lyon immer wieder gefährliche Angriffe über links.

Auch durch Standards waren die Französinnen, EM-Viertelfinalist von 2009, brandgefährlich. Nach einer von allein neun Ecken in der ersten Halbzeit traf Offensivkraft Gaetane Thiney aus kurzer Entfernung nur den Pfosten (18.). Bezeichnenderweise hatte die leichtfüßige und starke Necib im Anschluss zwei weitere gute Chancen. Doch beide Male rettete Nigerias nicht immer sichere Keeperin Precious Dede (23./44.).

Volles Haus beim ersten Spiel: Frankreich gegen Nigeria  © Bongarts/Getty Images
Volles Haus beim ersten Spiel: Frankreich gegen Nigeria

Oparanozie vergibt Großchance

Der Afrikameister fand dagegen zunächst kaum ins Spiel. Auch, weil Starspielerin Perpetua Nkwocha, die in Schweden unter Vertrag steht, bei ihrer dritten WM-Teilnahme Startschwierigkeiten hatte. Doch das Obliers-Team hatte kurioserweise die beste Torchance, als Desire Oparanozie allein auf das französische Gehäuse zulief. Die erst 17 Jahre alte Stürmerin der Delta Queens verlor allerdings die Nerven und schoss fünf Meter neben den Kasten (25.).

Nach dem Wechsel forcierte Nigeria das Tempo. Die Führung gelang aber Frankreich, als die einzige Sturmspitze Delie nach einer Flanke der eingewechselten Eugenie Le Sommer die Verwirrung in der nigerianischen Abwehr nutzte und aus rund fünf Metern einschob. Auch der anschließende Sturmlauf der Afrikanerinnen brachte nichts. Oparanozie vergab eine gute Einschussmöglichkeit (66.) - und wurde prompt ausgewechselt.

Frauen-WM mit elfminütiger Show eröffnet

26.06.2011 17:57 Frauen-WM 2011


Ein Spiegelball vor Rekordkulisse: die WM 2011 ist seit Sonntag eröffnet  © Bongarts/Getty Images
Ein Spiegelball vor Rekordkulisse: die WM 2011 ist seit Sonntag eröffnet

Ein überdimensionaler Spiegelball, Feuerwerk und Trommeln: Mit einer elfminütigen bunten Show im Zeichen der Eleganz des Frauenfußballs ist die sechste Weltmeisterschaft der Frauen im Berliner Olympiastadion feierlich eröffnet worden.

Die Hauptrolle vor dem Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Kanada spielte ein überdimensionaler Globus, der sich nach einem kurzen Feuerwerk auf dem Dach des Olympiastadions in einen Spiegelball verwandelte.

Wulff und Merkel im Stadion

Der Spiegel war vor Rekordkulisse von 73.680 Zuschauern, darunter Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel, das zentrale gestalterische Element der Zeremonie - getreu dem WM-Slogan "20ELF von seiner schönsten Seite".

Gemeinsam zum Stern: Fan-Choreographie vor dem Anpfiff  © Foto Kunz
Gemeinsam zum Stern: Fan-Choreographie vor dem Anpfiff

Während der Feier, bei der 2000 Freiwillige von Berliner Schulen mitwirkten, wurde mit 4000 Fußball-Luftballons symbolisch der WM-Spirit aus der Hauptstadt nach ganz Deutschland geschickt.

Das Turnier, an dem neben Gastgeber Deutschland 15 weitere Nationen teilnehmen, endet nach 32 Spielen am 17. Juli mit dem Finale in Frankfurt am Main (ab 20.45 Uhr, live in der ARD). Rekordsieger sind Titelverteidiger Deutschland und die USA mit jeweils zwei WM-Titeln. Die DFB-Frauen siegten 2003 und 2007, die US-Girls gewannen die Trophäe 1991 und 1999.




Montag, 27. Juni 2011

Lira vs. Mesüt

Nicht schlecht: Mesüt Özil


Nicht schlecht: Lira Bajramaj




WM-Urlaubstag Nr. 1

Endlich WM! Endlich Urlaub! Bei meiner Urlaubsplanung hätte ich mir besser auch noch den letzten Freitag mit dazugenommen. Die letzten Wochen im Büro waren ziemlich anstrengend. Am Wochenende war ich einfach nur müde und auch heute merke ich, dass die Müdigkeit noch nicht ganz weg ist.

Ich habe mir fest vorgenommen zu schreiben und damit werde ich nun auch so langsam mal anfangen.

Ich habe bereits am Anfang des Jahres angefangen, Berichte und Zeitungsartikel zur WM zu sammeln. Bei den letzten Turnieren war es oft so, dass es zu Beginn immer nur relativ kleine Berichte in den Zeitungen gab. Je weiter sich die deutsche Mannschaft dem Finale näherte, desto mehr berichteten auch die Medien. Bei dieser Weltmeisterschaft in Deutschland ist das jedoch ganz anders: am Samstag gab es ganze drei Seiten in der Westfalenpost und auch in der heutigen Ausgabe des Kickers gibt´s seitenweise (!) Frauenfußball.

Da in der letzten Zeit neben Zeitungen und Zeitschriften auch sonst einiges liegen geblieben ist, fange ich erst einmal mit aufräumen an.

Dazu läuft die Partie Japan gegen Neuseeland in Bochum. Nach einer guten halben Stunde steht es 1:1. Ein gutes Spiel bisher, in dem mit Sicherheit noch mehr Tore fallen werden.

Ursulas WM-Tagebuch














Auf Sport.de berichtet unsere Nationaltorhüterin per Video-Blog aus dem WM-Quartier.

Alles Gute nachträglich zum Geburtstag!

www.ursula-holl.de

Zum Geburtstag am gestrigen Sonntag gab´s ein Ständchen und Kuchen.

Nationalspielerinnen beschreiben den WM-Pokal