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27.08.2009 21:23 Frauen-EM 2009
"Player of the match": Linda Bresonik |
Zweites Spiel, zweiter Sieg, zum zweiten Mal ein "Player of the match". Die Frauen-Nationalmannschaft hat bei der EURO in Finnland einen furiosen Start hingelegt. Dem 4:0-Auftakterfolg gegen Norwegen folgte am Donnerstag - vor den Augen des Ehrendelegationsleiters und Ehren-Vizepräsidenten des DFB, Engelbert Nelle, sowie DFB-Direktor Willi Hink - ein 5:1 gegen Frankreich.
Während in der ersten Partie Kim Kulig von der UEFA zum "Player of the match" gewählt wurde, bekam diese Auszeichnung erneut eine Spielerin der DFB-Auswahl: Linda Bresonik erhielt den silbernen Pokal als Anerkennung für ihre herausragende Leistung in der Begegnung gegen die Französinnen.
Die Mittelfeldspielerin erzielte mit einem verwandelten Handelfmeter zum 4:0 (47.) ihr zweites Turniertor und zeigte eine starke Leistung. Linda Bresonik über die Auszeichnung: "Ich habe es zunächst gar nicht glauben können. Aber ich freue mich natürlich sehr darüber."
27.08.2009 19:13 Frauen-EM 2009
Kunstschuss belohnt: Annike Krahn (M.) |
Nach dem 5:1 (3:0) im zweiten EM-Gruppenspiel und dem Erreichen des Viertelfinales zeigten sich DFB-Trainerin Silvia Neid und ihre Spielerinnen zufrieden mit dem Erreichten, aber auch selbstkritisch.
DFB-Trainerin Silvia Neid: Wir haben gut angefangen und im Mittelfeld gutes Pressing praktiziert. Nach dem 4:0 hat die Konzentration nachgelassen, aber wir können mit der Leistung zufrieden sein. Wir haben sechs Punkte nach zwei Spielen und stehen im Viertelfinale. Das ist sehr gut.
Hannelore Ratzeburg (DFB-Vizepräsidentin und Delegationsleiterin): Wir stehen im Viertelfinale, das war das, was wir uns erhofft hatten, aber es wird jetzt nicht einfacher. Die Mannschaft hat sich viel vorgenommen, wir wollen den Titel verteidigen.
Annike Krahn: Ich wusste nicht, wohin mit dem Ball. Da habe ich einfach mal draufgehalten und es hat geklappt.
Inka Grings: Das 5:1 ist eine Hausnummer, die man erst mal bringen muss. Das wird uns noch mehr Respekt einbringen. Es ist wichtig, wieder ein Zeichen gesetzt zu haben.
Simone Laudehr: Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase habe ich schnell ins Spiel gefunden. Mein Knie hat gehalten. Das war ein positiver Schritt für mich.
Melanie Behringer: Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, mit dem Spielverlauf aber nicht ganz. Das ist verbesserungsfähig.
Birgit Prinz: Wir haben Frankreich im Mittelfeld zu viele Räume gelassen. Aber nach zwei Spielen haben wir sechs Punkte, das war so nicht zu erwarten. Unsere Stärke ist der ausgeglichene Kader.
27.08.2009 20:54 Frauen-EM 2009
Jubel über das 1:0: Inka Grings (l.) und Kim Kulig |
Auch im zweiten Spiel der EM 2009 in Finnland waren die deutschen Frauen nicht zu stoppen. Nach dem 5:1 (3:0) gegen Frankreich steht die Mannschaft von DFB-Trainerin Silvia Neid vorzeitig im Viertelfinale.
Durch das 0:1 (0:1) von Island im zweiten Gruppenspiel des Tages gegen Norwegen ist das DFB-Team nicht mehr vom ersten Platz in der Gruppe zu verdrängen. Als Gruppensieger spielen die Deutschen ihr Viertelfinale am 4. September in Lahti gegen den Zweiten der Gruppe C (Schweden, Italien, Russland oder England).
"Wir haben gut angefangen und im Mittelfeld gutes Pressing praktiziert. Nach dem 4:0 hat die Konzentration nachgelassen, aber wir können mit der Leistung zufrieden sein. Wir haben sechs Punkte nach zwei Spielen und stehen im Viertelfinale. Das ist sehr gut", sagte Neid nach dem Spiel.
Annike Krahn trifft per "Kunstschuss"
Bereits in der neunten Spielminute stellte Inka Grings die Weichen auf Sieg. Eine Flanke von Birgit Prinz nickte die Stürmerin des FCR Duisburg am langen Pfosten ein. Nachdem Melanie Behringer zweimal freistehend an der französischen Torfrau Sarah Bouhaddi gescheitert war (10., 16.), blieb es Grings' Vereinskameradin Annike Krahn vorbehalten, die Führung auszubauen. Nach einer Ecke schlug die Innenverteidigerin eine Flanke von der Grenze des Strafraums hoch auf das französische Tor, von der Unterkante der Latte tropfte der Ball an der verdutzten Bouhaddi vorbei zum 2:0 ins Tor (17.).
Die "Equipe Tricolore" versuchte dagegenzuhalten. Zunächst drang Elodie Thomis in der 20. Minute in den deutschen Strafraum ein, fand aber mit ihrer Hereingabe keine Abnehmerin. In der 26. Minute zielte die Angreiferin mit einem Flachschuss aus 14 Metern nur knapp am Gehäuse von Nadine Angerer vorbei.
Das nächste Tor fiel aber wieder auf der anderen Seite. Fast mit dem Pausenpfiff schlug Behringer aus halblinker Position einen Freistoß Richtung Bouhaddi, der an Freund und Feind vorbei den Weg zum 3:0 ins Netz fand (45.).
Zweites Turniertor: Linda Bresonik |
Bresonik erhöht nach der Pause
Zu Beginn der zweiten Hälfte setzte sich das deutsche Torfestival fort. Nach Handspiel von Sonia Bompastor verwandelte Linda Bresonik den fälligen Strafstoß zum 4:0 (47.).
Fast postwendend gelang den Französinnen der Anschlusstreffer. Plötzlich tauchte Gaetane Thivey alleine vor Angerer auf und schob das Leder zum 1:4 ins lange Eck (51.).
Frankreich wurde nun aktiver und gefährlicher. Thomis verzog in der 56. Minute aus 13 Metern nur knapp. In der 71. Minute verpasste die Angreiferin eine Hereingabe von Eugenie Le Sommer haarscharf. Kurz darauf traf Torschützin Thiney aus 20 Metern die Querlatte.
Zwei weitere Torgelegenheit hatten aber auch die deutschen Frauen. In der 87. Minute vergab Kerstin Garefrekes nach Hereingabe von Birgit Prinz. Die eingewechselte Simone Laudehr machte es besser. Sier erzielte in der Schlussminute den 5:1-Endstand.
26.08.2009 20:55 Frauen-EM 2009
Traf doppelt: Laura Österberg Kalmari |
Finnland hat als erstes Team den Einzug ins Viertelfinale der Frauen-EM geschafft. Die Gastgeberinnen setzten sich vor 16.148 Zuschauern im Olympiastadion von Helsinki durch die beiden Treffer von Laura Österberg Kalmari (7., 69.) mit 2:1 (1:1) gegen die Niederlande durch und haben mit dem zweiten Erfolg im zweiten Spiel bereits vor dem letzten Spieltag der Vorrunde den Sieg in der Gruppe A perfekt gemacht.
Um den zweiten Platz streiten sich die Niederlande, für die Kirsten van de Ven traf (25.), und Dänemark. Beide Teams haben drei Punkte auf dem Konto und treffen am letzten Vorrunden-Spieltag im direkten Duell aufeinander. Dabei würde den Niederländerinnen ein Remis reichen, um den zweiten Platz zu sichern.
Die Däninnen hatten sich am Mittwochnachmittag nach ihrem Fehlstart in die EM im Rennen um den Einzug ins Viertelfinale zurückgemeldet. Drei Tage nach dem 0:1 gegen Finnland setzten sich die Skandinavierinnen in Helsinki durch die Treffer von Camilla Sand Andersen (49.) und Maiken Pape (87.) mit 2:1 (0:0) gegen die Ukraine durch. Die Osteuropäerinnen, für die Darina Apanaschenko (63.) den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte, sind nach zwei Niederlagen in zwei Partien ausgeschieden.

Hallo Leute,
heute will ich Euch mal erzählen, was zwischen den Spieltagen passiert. Also. Die, die mitgespielt haben, machen eine lockere regenerative Einheit. Die, die nicht gespielt haben, machen ein wenig mehr, aber das ist okay. Und Training nach einem Spiel, bedeutet meistens immer Torschüsse üben und wer macht das nicht gerne?
Ansonsten ist seit gestern nicht so viel passiert. Und wenn nicht so viel passiert, passiert eben doch etwas. Wir müssen uns ja die Zeit zwischen Training, Essen und Teambesprechung vertreiben. Und das geht so:
Die meisten haben ihren Laptop mit, um damit ins Internet zu gehen. Das ist für mich auch ganz wichtig. So kann ich die Zeitung online lesen und bin immer auf dem neuesten Stand, was zu Hause passiert. Abends telefoniere ich übers Internet und rede meistens mit meinen Liebsten zu Hause, um zu wissen ob es ihnen gut geht.
Da wir hier auch kaum deutsches Fernsehen gucken können, habe ich mir viele DVDs mitgenommen. Von Serien bis hin zu Filmen. Gerade gucke ich die Serie “One Tree Hill”, die mir Saskia ausgeliehen hat. Die ist spannend, sag ich Euch. Fast jede Spielerin hat einen kleinen DVD-Player mit, so können wir auch die Filme untereinander austauschen.
Womit ich mir auch noch ganz gerne die Zeit vertreibe ist „Guitar Hero“ auf Nintendo DS. Absolut klasse Spiel. Anja hat es gestern auch mal probiert, ging aber gar nicht und da sie nicht so viel Geduld dafür hatte, hat die Übung vielleicht eine Minute angehalten und sie hat die DS wieder aus den Händen gelegt. Typisch Anja halt.
Wir lesen auch viel zwischendurch, haben viele Bücher mit (habe mir eines von unserer Torhüterin aus Potsdam, Desiree Schumann, geliehen) und ich habe auch noch ein paar Zeitungen aus Deutschland übrig. Das reicht, um den Tag schön rumzukriegen.
So, jetzt aber genug, denn vor unserem Nachmittagstraining will ich unbedingt noch gucken, wie es in „One Tree Hill“ weitergeht. Ich bin ja so was von gespannt.
Liebe Grüße,
Eure Jenny
26.08.2009 10:30 Frauen-EM 2009
Sehr dynamisch: Célia Okoyino da Mbabi im Spiel gegen Norwegen |
Wenn die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am Donnerstag (ab 16.30 Uhr, live in der ARD und bei Eurosport), im zweiten Gruppenspiel bei der EURO 2009 in Finnland auf Frankreich trifft, ist es eine besondere Partie für Célia Okoyino da Mbabi. Denn die 21-Jährige tritt in Tampere gegen ihre Landsleute an - die Offensivspielerin des SC 07 Bad Neuenahr besitzt nämlich sowohl die deutsche als auch die französische Staatsbürgerschaft.
Geboren ist Célia Okoyino da Mbabi am 27. Juni 1988 in Bonn. Trotz des deutschen Geburtsorts beantragen ihre Eltern einen französischen Pass für sie. Schließlich ist Mutter Marie-Francoise Mbabi eine Französin. Vater Elias Mbabi stammt aus Kamerun.
Die Staatsangehörigkeit entspricht der Lebensweise. "Wir leben französisch zu Hause", erzählt sie. Zum Beispiel unterhält sie sich mit ihrer Mutter auf Französisch, auch Weihnachten wird nach französischer Sitte gefeiert. Die Familie blieb dennoch in Deutschland, so dass die Tochter in der ehemaligen deutschen Haupt- und jetzigen Bundesstadt aufwuchs.
Deutscher Ausweis seit 2004
Erst ihre fußballerischen Fähigkeiten brachten das Thema einer deutschen Staatsbürgerschaft auf. "Ich wurde zu einem Sichtungslehrgang der U 17-Nationalmannschaft eingeladen und dabei darauf angesprochen", berichtet Célia Okoyino da Mbabi. Da sie sich in Deutschland beheimatet fühlt, musste sie nicht lange überlegen.
Im Frühjahr 2004 erhielt sie dann ihren neuen Ausweis. Gerade rechtzeitig, um an einer Länderspielreise der deutschen U 17-Juniorinnen in die USA teilzunehmen. Schnell wurde klar, dass der deutsche Frauenfußball in ihr einen Rohdiamanten hat. Weswegen sie mit 16 Jahren die U 19-WM 2004 spielte - und unter DFB-Trainerin Silvia Neid gleich den Titel holt.
Damit aber nicht genug. Am 28. Januar 2005 feierte sie ihr Debüt in der Frauen-Nationalmannschaft. Beim 0:1 gegen Australien kam sie zur zweiten Halbzeit ins Spiel und ist seither fester Bestandteil der DFB-Auswahl.
Zwei Staatsbürgerschaften: Celia Okoyino da Mbabi |
Französische Verwandte "halten zu mir"
Die deutsch-französische Verbindung ist jedoch der rote Faden in ihrem Leben: So besuchte Célia Okoyino da Mbabi den bilingualen Zweig des Friedrich-Ebert-Gymnasiums in Bonn, wo sie ab der fünften Klasse zweisprachig unterrichtet wurde. Die Fächer Politik, Geschichte und Erdkunde wurden in französischer Sprache abgehalten, sie machte das französische und deutsche Abitur.
Außerdem lebt ihre Verwandtschaft in Frankreich; der Großteil in der Nähe von Limoges, eine Tante lebt in Paris. Doch auch, wenn sie sich am Donnerstag zwischen Frankreich und Deutschland entscheiden müssen, ist sich Célia Okoyino da Mbabi sicher: "Die halten zu mir." Und auch über ihre eigene Haltung muss sich die Angreiferin, die beim 4:0 gegen Norwegen eingewechselt wurde und gleich ein belebendes Element im Team war, keine Gedanken machen: "Wir wollen die drei Punkte - ganz klar."
Das hält die Kauffrau für Marketingkommunikation, die in diesem Jahr ihre Ausbildung bei Lotto Rheinland-Pfalz abgeschlossen hat, nicht davon ab, freundschaftliche Kontakte zur französische Nationalmannschaft zu pflegen. Insofern ist es perfekt für sie, dass beide Teams in Tampere im selben Hotel wohnen. Und es gibt bestimmt nicht wenige in der "Equipe tricolore", die sie gerne in ihrem Team sehen würden - doch das geht jetzt nicht mehr. Sehr zur Freude der DFB-Auswahl.
25.08.2009 21:04 Frauen-EM 2009
Torschützin: Patrizia Panico (m.) traf zum Ausgleich |
Mitfavorit England hat sich einen Fehlstart in die Frauen-EM in Finnland geleistet. Die Engländerinnen unterlagen in der ersten Begegnung der Gruppe C 1:2 (1:0) gegen Italien. Allerdings musste das Team aus dem Fußball-Mutterland über eine Stunde in Unterzahl spielen. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (Hannover) hatte Casey Sloney wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen (28.).
Dennoch gingen die Engländerinnen durch Fara Williams per Foulelfmeter in Führung (38.). Die italienische Spielführerin Patrizia Panico (56.) und Alessia Tuttino (81.) drehten die Partie zu Gunsten der "Squadra Azzurra".
Titelanwärter Schweden ist hingegen mit einem Sieg gestartet. Der EM-Sieger von 1984 setzte sich im zweiten Spiel der Gruppe C 3:0 (2:0) gegen Russland durch und hat seine Ambitionen mit dem Erfolg untermauert. Charlotte Rohlin (5.), Spielführerin Victoria Sevensson (15.) und Caroline Seger (82.) erzielten die Treffer für die Skandinavierinnen.