dann sollte man sich vielleicht einfach ganz neutral äußern!
Frauen-Fußball ist nun auch für Männer ein größeres Thema als zuvor gedacht: Formel-1-Pilot Nico Rosberg beeilt sich nach einem Vergleich mit den Paralympics um Schadensbegrenzung - und veröffentlicht ein Gesprächsprotokoll mit Journalisten auf Herrenwitz-Niveau.
Formel-1-Pilot Nico Rosberg fühlt sich in ein falsches Licht gesetzt - und hat sich nach einem PR-Unfall ausdrücklich zum Frauen-Fußball bekannt: "Ich stelle hier noch einmal klar: Ich bin ein Fan von der Frauen-Nationalmannschaft und werde mitfiebern", schrieb der Rennfahrer auf seiner Webseite.
Bild vergrößern"Ich bin ein Fan von der Frauen-Nationalmannschaft und werde mitfiebern", schreibt Rennfahrer Nico Rosberg explizit auf seiner Webseite. (© dpa)
Zuvor hatte eine Aussage des Wiesbadeners zur Frauen-WM für Wirbel gesorgt. "Aber es gibt doch auch Paralympics, die man sich auch ansieht. Das ist doch so, dass dort ein Mensch nicht die ganz große Leistung bringen kann, aber unter sich sind sie alle ähnlich und deswegen ist es trotzdem spannend", soll Rosberg am Rande des Rennens in Valencia in einer Presserunde gesagt haben. Der Vergleich der Paralympics, den Olympischen Spielen der Behindertensportler, mit der Frauen-Weltmeisterschaft brachte Rosberg prompt Negativ-Schlagzeilen ein.
Der um seinen Ruf besorgte 26-Jährige beteuerte nun, es handle sich um "eine gravierende Fehlinterpretation meiner Aussagen". Um dies zu belegen, veröffentlichte Rosberg die Abschrift des Gesprächs mit Journalisten vor dem Großen Preis von Europa.
Darin sagt der Sohn des früheren Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg zunächst, er werde sich das WM-Finale anschauen, wenn das deutsche Team ins Endspiel einzieht. Nach einem längerem Wortwechsel auf Herrenwitz-Niveau zwischen den anwesenden Journalisten über Frauen und Randsportarten im Allgemeinen fallen die Sätze von Rosberg. In den Tagen darauf wurden diese Aussagen in mehreren Medien aufgegriffen und Rosberg geriet in Erklärungsnot. "Hierdurch bekommt ihr mal einen Eindruck vom Haifischbecken Formel 1", betitelte Rosberg seine Mitteilung.
Beim letzten Formel 1 Grand Prix in Valencia haben sich einige Formel 1-Piloten mit ihren Aussagen zum Thema Frauenfußball nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Gerade Sergio Perez müsste doch auch mit Mexiko mitfiebern. Ich bin großer Formel 1 Fan. Umso mehr hat es mich gewundert, dass sich Fahrer wie Timo Glock oder Nico Rosberg so abfällig über eine Sportart äußern, von der sie anscheinend keine Ahnung haben. Man hätte sich ja auch ganz neutral dazu äußern können.
Auf seiner Homepage versucht Nico Rosberg zu retten, was nicht mehr zu retten ist.
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